Wiener Börse schließt am Mittwoch knapp behauptet

29. Februar 2012, 17:47
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Unternehmenszahlen sorgen für Bewegung

Wien - Die Wiener Börse hat zur Wochenmitte bei hohem Volumen knapp behauptet geschlossen. Der ATX fiel marginale 1,64 Punkte oder 0,07 Prozent auf 2.196,08 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 24 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.220 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,31 Prozent, DAX/Frankfurt -0,45 Prozent, FTSE/London -0,95 Prozent und CAC-40/Paris -0,04 Prozent.

Nachdem der ATX über weite Strecken des Handelstages höher tendiert hatte, grenzte er im späten Nachmittagsverlauf seine Gewinne im Einklang mit dem europäischen Umfeld zunehmend ein und rutschte schließlich in die Verlustzone ab. Das europäische Umfeld schloss zur Wochenmitte ebenfalls mehrheitlich leichter.

In Wien stand mit Erste Group, Verbund, AMAG und Kapsch TrafficCom ein ganzer Reigen an Unternehmensveröffentlichungen im Blickpunkt. Letzteres Unternehmen präsentierte Neunmonatsergebnisse, ansonsten waren es die Bilanzen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011, die für Bewegung sorgten.

Erste Group sehr schwach

Das Bankenschwergewicht Erste Group, das über weite Strecken des Handelstages die Kursliste im prime market angeführt hatte, schloss schließlich mit einem Aufschlag von 4,32 Prozent auf 18,84 Euro als drittstärkster Wert im prime market. Ein Analyst zeichnete das besser als erwartete Nettoergebnis verantwortlich für die überdurchschnittliche Performance der Aktie.

Noch größere Zuwächse verzeichneten Kapsch TrafficCom, die um 6,44 Prozent auf 63,95 Euro nach oben zogen. Bereits im Anschluss an die Quartalsbilanzpräsentation in der Früh hatte die Aktie zugelegt, den entscheidenden Impuls nach oben erhielt das Papier aber von der Bekanntgabe eines Großauftrags zur Errichtung und Betreibung eines Mautsystems in Weißrussland am späten Nachmittag.

Die mit Abstand schwächste Performance legte zur Wochenmitte die Verbund-Aktie hin, die 5,40 Prozent auf 21,04 Euro absackte. Ein Analyst bezeichnete das Zahlenwerk des Stromkonzerns als "unter den Erwartungen". Ausschlaggebend für die schwache Kursentwicklung sei aber das Fehlen eines Ausblicks gewesen. Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber hatte aufgrund der Volatilität des Energiemarktes auf einen solchen verzichtet.

Auch die Anteilsscheine des Aluminiumkonzerns AMAG (minus 0,42 Prozent auf 18,95 Euro), der am Vorabend nach Börsenschluss Bericht über die Geschäftsentwicklung abgelegt hatte, schlossen moderat in der Verlustzone. Die Finanzexperten der Berenberg Bank haben in einer ersten Reaktion auf die Zahlenvorlage ihre Einstufung "buy" bei einem Kursziel von 22,50 Euro belassen.

Ein Analystenkommentar lag am Berichtstag auch zum Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel vor. Die Analysten der Erste Group haben die Einstufung für die Aktie von "accumulate" auf "hold" zurück genommen und das Kursziel von 20,50 auf 14,00 Euro nach unten angepasst. Die Aktie schloss dennoch um 0,91 Prozent fester auf 13,34 Euro.

Das schwergewichtige Papier des Anlagenbauers Andritz, zu dem sich ebenfalls Analysten zu Wort meldeten, gab wiederum 0,96 Prozent auf 74,42 Euro nach. Die Experten der Berenberg Bank haben im Vorfeld der morgigen Zahlenvorlage das Kursziel von 88,0 auf 82,0 Euro nach unten revidiert und die Einschätzung von "buy" auf "hold" zurück genommen.

 

Die zehn größten Kursgewinner


      1. BWT AG                            +7,72 Prozent
      2. KAPSCH TRAFFICCOM AG              +6,44 Prozent
      3. ERSTE GROUP BANK AG               +4,32 Prozent
      4. PALFINGER AG                      +3,95 Prozent
      5. OESTERR. POST AG                  +2,17 Prozent
      6. UNIQA VERSICHERUNGEN AG           +2,03 Prozent
      7. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG      +1,80 Prozent
      8. BENE AG                           +1,76 Prozent
      9. RHI AG                            +1,68 Prozent
     10. INTERCELL AG                      +1,66 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


      1. LINZ TEXTIL HOLDING AG            -5,43 Prozent
      2. VERBUND AG  KAT. A                -5,40 Prozent
      3. VOESTALPINE AG                    -3,34 Prozent
      4. LENZING AG                        -2,40 Prozent
      5. #STERR. VOLKSBANKEN AG PS         -2,00 Prozent
      6. TELEKOM AUSTRIA AG                -1,60 Prozent
      7. EVN AG                            -1,10 Prozent
      8. ANDRITZ AG                        -0,96 Prozent
      9. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG     -0,86 Prozent
     10. VIENNA INSURANCE GROUP AG         -0,84 Prozent (APA)
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