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Die Erleichterung stand Mitt Romney ins Gesicht geschrieben. "Wir haben knapp gewonnen, aber wir haben gewonnen, und nur das allein zählt", rief er seinen Anhängern zu, als feststand, dass er den Angriff seines erzkonservativen Widersachers Rick Santorum vorerst abgewehrt hatte.
Mit seinem Doppelsieg bei den Vorwahlen am Dienstag, klar in Arizona, hauchdünn in Michigan, hat sich der Exgouverneur vor dem Super Tuesday in knapp einer Woche eine Blamage erspart. Dann stimmen die Republikaner in zehn Bundesstaaten zugleich über ihren Präsidentschaftsanwärter ab, dann könnte eine Vorentscheidung fallen. Doch selbst wenn sich Romney am Ende durchsetzt, geht er mit schweren Blessuren ins Duell ums Weiße Haus gegen Barack Obama.
John McCain, der 2008 den Kürzeren gegen Obama zog, spricht im Ton purer Verzweiflung von einer griechischen Tragödie. "Ich weiß, dass wir Romney nominieren werden, aber ich frage mich auch, wie stark er schon beschädigt wurde." Derart verbissen, derart persönlich hätten die Republikaner einander noch nie attackiert, klagt der Veteran, während Parteistrategen bereits laut über einen "Weißen Ritter" nachdenken. Gemeint ist ein politisches Schwergewicht, das nachträglich ins Rennen geht, um sich auf dem Nominierungsparteitag im August anstelle der gerupften Bewerber zum Kandidaten küren zu lassen.
Christie aus New Jersey
Chris Christie, wortgewaltiger Gouverneur von New Jersey, ist dafür im Gespräch. Ebenso Jeb Bush, der Bruder des Expräsidenten, sowie Marco Rubio, kubanischer Einwanderersohn und aufstrebender Star der Grand Old Party. Die drei beteuern, dass sie keine Ambitionen haben. Das ändert nichts daran, dass sich das Karussell der Spekulationen dreht.
Gerade in Michigan wurde klar, wie schwer sich der hölzern, oft abgehoben wirkende Romney mit einfachen Wählern tut, etwa als er stolz verkündete: "Meine Frau besitzt zwei Cadillacs". Der Satz sollte wohl eine familiäre Nähe zur Autoindustrie signalisieren. Doch er machte einmal mehr deutlich, welche Welten ihn von der republikanischen Basis trennen, den Kandidaten, der einmal eine Wette über 10.000 Dollar anbot und 374.000 Dollar für Redeauftritte als "nicht sehr viel" befindet.
Sympathien verscherzt
In Michigan hätte Romney eigentlich ein Heimspiel haben müssen. Er stammt von dort, sein Vater George war dort jahrelang Gouverneur und wird noch heute geschätzt. Doch mit seinem kühlen Nein zur staatlichen Rettungsaktion für General Motors (GM) und Chrysler hat sich der Multimillionär viele Sympathien verscherzt. Als die angeschlagenen Riesen vor der Pleite standen, lehnte er es rundheraus ab, dass ihnen das Weiße Haus zu Hilfe eilte, wie es - erst unter Bush, dann massiv unter Obama - geschah.
Heute, da GM wieder schwarze Zahlen schreibt und erneut die Rangliste der weltgrößten Autobauer anführt, fehlen ihm die Argumente. Das Oval Office porträtiert ihn als herzlosen Kapitalisten, dem die reine Lehre des freien Marktes wichtiger ist als das Schicksal von Menschen. (DER STANDARD, Printausgabe, 1.3.2012)
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interessante auswertung auf dieser seite.
den ron paul, gingen eher die "armen" auf dem leim.
die besserer verdiener, halten scheinbar gar nicht so viel von seinem ultraliberalismus.
bei der gruppe über 100000$ verdienst nur 8% bei den unter 50000$ p.a 14%, gruppe dazwischen auch 14%
Und Ron Paul wird auch weitermachen, da es für ihn sein letzter Wahlkampf sein dürfte. Er kandidiert ja dieses Jahr nicht mehr für das US-Repräsentantenhaus. Ansonsten wäre er ähnlich wie Michele Bachmann sicherlich schon ausgestiegen, um sich auf seine Wiederwahl als Kongressabgeordneter zu konzentrieren.
könnte ron paul als unabhängiger dritter kandidat ins rennen gehen. es gibt da eine organisation die dabei ist die nötigen unterschriften zu sammeln um in allen bundesstaaten kandidieren zu können und das sieht angeblich ganz gut für die aus...
Zum einen hat auch er sich nachdrücklich immer für eine Abwahl von Präsident Obama ausgesprochen, zum anderen ist, wie man bei den bisherigen Vorwahlen gesehen hat, sein Verhältnis zu Mitt Romney ganz gut und er wird ihm nicht die Chance auf einen Wahlsieg am 06.11. verderben wollen. Außerdem wird Ron Paul seinen Sohn und US-Senator Rand Paul nicht in die Bredouille bringen wollen. Letzterer müsste sich bei einer Kandidatur von Ron Paul bei der Hauptwahl nämlich entweder gegen den Kandidaten seiner Republikanischen Partei oder gegen seinen Vater stellen.
Wieso sollte Ron Paul aufgeben? Er hat genug Fans, Geld und Ego bzw eine ganz andere Strategie.
Bei einer Convention wo womöglich nicht allzuviel Unterschied zwischen Romney und Santorum ist, kann Paul mit seinen Delegierten noch eine gewichtige Rolle spielen...
Etwa 10% Vorsprung unter registrierten Republikanern. Wenn nur Republikaner und Unabhängige mitwählen hätten dürfen, wäre Romney mit etwa 7% vorne gewesen. Das ist deutlich genug. Noch dazu liefert das Romney die perfekte Munition gegen Santorum: den wollen die Demokraten als Gegner haben...
das rennen ist nicht entschieden, hat sich aber endgültig auf ein duell reduziert.
bei den umfragen zum super tuesday liegt in zahlreichen staaten santorum voran, wird also spannend. die frage ist, ob und wann gingrich aussteigt.
interessant ist, daß bei den eher protestantisch orientierten republikanern sich nun ein mormone und ein katholik matchen.
aber es ist auch eine programmatische grundsatzwahl: gesellschaftlicher reaktionismus, der die usa ins mittelalter zurückführen möchte vs. radikalkapitalismus, der den neoliberalismus der letzten drei jahrzehnte in den schatten stellen könnte. was wird bei den republikanern die entscheidendere der beiden richtungen werden?
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