Hochegger-Firma beglich Rechnung für ÖVP

28. Februar 2012, 22:35
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Vorwürfe durch Unterlagen der Agentur White House erhärtet

Die Firma Valora von Lobbyist Peter Hochegger soll tatsächlich 96.000 Euro für den Wahlkampf der JVP gezahlt haben (DER STANDARD berichtete). Was in den E-Mails des ehemaligen ÖVP-Organisationsreferenten und späteren Telekom-Managers Michael Fischer schon angedeutet wurde, bestätigt sich jetzt. Der Zeitschrift "News" liegen entsprechende Unterlagen vor. Demnach war die Agentur White House mit der Jugend-Kampagne der ÖVP betraut und stellte der Partei 93.889,08 Euro in Rechnung. Diese ließ jedoch mit der Bezahlung auf sich warten.

Daraufhin sei White House gebeten worden, eine Rechnung über über 96.000 Euro an die Firma Valora von Telekom-Lobbyist Hochegger zu legen. Nach Eingang des Geldes habe man die zuvor von der ÖVP bereits bezahlten 62.005,08 Euro zurücküberwiesen. Die überzahlte Differenz von 2.110,92 Euro auf die tatsächliche Leistung sei der Jungen ÖVP gutgeschrieben und bei einem Folgeauftrag in Abzug gebracht worden.

Die Agentur White House bestätigt den Sachverhalt und will auch vor dem U-Ausschuss wahrheitsgemäß aussagen.

ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch kündigte in einer ersten Reaktion in der "Zeit im Bild 2" an, er werde die Geldflüsse zwischen den einzelnen Agenturen überprüfen lassen. (red, derStandard.at, 28.2.2012)

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