Caps bleiben am Leben, KAC fehlt noch ein Sieg

28. Februar 2012, 22:30
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Wiener verkürzen in Viertelfinale gegen Linz auf 2:3, Klagenfurter mit Erfolg in Salzburg vor Halbfinal-Einzug

Salzburg - Der KAC steht vor dem Aufstieg ins Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga. Die Klagenfurter feierten am Donnerstagabend einen knappen 2:1-(1:0,1:1,0:0)-Erfolg in Salzburg und stellte damit in der "best of seven"-Viertelfinalserie auf 3:2. Der KAC kann damit bereits am Donnerstag vor eigenem Publikum den Einzug in die Runde der letzten vier fixieren. Die Vienna Capitals besiegten die Black Wings mit 6:3 (1:1,3:1,2:1), verkürzten in der Serie auf 2:3 und erzwangen ein drittes Heimspiel in Wien.

Der KAC begann beim Meister zwar nicht so aggressiv wie in den ersten beiden Auswärtspartien dieser Serie, dennoch kamen die optisch überlegenen kaum zu Torchancen. Die bisher im Powerplay schwache Klagenfurter nützten hingegen seine erste Möglichkeit zur Führung durch John Lammers (18.).

Als Matthias Trattnig Earls Querpass vors Tor zum 1:1 verwertete (24.), hoffte die Mehrheit der 3.600 in der ausverkauften Eisarena auf die Wende. Doch nur 28 Sekunden fiel das 1:2. Dieter Kalt hatte den vor Salzburg-Goalie Marty Turco aufgetauchten Martin Schumnig ideal eingesetzt (25.). In der Folge lief bei Salzburg (drei gesperrte und vier verletzte Leistungsträger) gegen die Kärntner (Siklenka noch gesperrt, vier Verletzte) nichts mehr zusammen, während das Selbstvertrauen des KAC immer mehr zunahm.

Die Salzburger kamen dann aber wie verwandelt aus der zweiten Pause und zeigten deutlich mehr Einsatz. Die starke KAC-Defensive hielt dem Sturmlauf jedoch stand. Der erste Saison-Sieg der Gäste in Salzburg war gegen den zwei Drittel lang enttäuschenden Titelverteidiger letztlich verdient.

Zwei Mal Gunnarsson

In Linz vergaben die Black Wings gegen die Caps ihre erste Chance zum Halbfinal-Aufstieg. Beide Kontrahenten benötigten einige Anlaufzeit, ehe Rückkehrer Brian Lebler (acht Spiele gesperrt) geistesgegenwärtig den (Schuss-)Weg frei machte und dadurch Kapitän Curtis Murphy die Linzer Führung ermöglichte (9./PP). Kurz vor der ersten Pause schaffte aber Benoit Gratton nach tollem Zuspiel von Fortier den Ausgleich für die agressiv auftretenden Wiener.

Angesport durch das gelungene Drittel-Ende hatten die vor der Partie mit dem Rücken zur Wand stehenden Caps auch den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt. Sie bestraften die in dieser Phase passiv wirkenden Daum-Schützlinge mit einem Doppelschlag von Seidl (24.) und Ferland (25.) zum 3:1. Durch einen Schuss von der blauen Linie durch Murphy, der von Ouerlatte abgefälscht wurde, kamen die Black Wings zwar schnell heran (26.). Doch dann zog Gunnarsson auf und davon und stellte auf 4:2 (33.).

Schon in der 43. Minute brachte Mairitsch die Linzer erneut heran, doch Gunnarsson stellte postwendend mit seinem zweiten Treffer (44.) den alten Abstand wieder her. Den Schlusspunkt setzte Jonathan Ferland, der die Scheibe 38 Sekunden vor dem Ende ins inzwischen verwaiste Linzer Goal schob. (APA/red)

DIENSTAG-ERGEBNISSE, Viertelfinale - jeweils Spiel fünf der "best of seven"-Serien:

EC Red Bull Salzburg - EC KAC 1:2 (0:1,1:1,0:0). Salzburg, Eisarena Volksgarten, 3.600 Zuschauer (ausverkauft), SR Berneker/Smetana. Tore: Trattnig (24.) bzw. Lammers (18./PP), Schumnig (25.). Strafminuten: 8 bzw. 10. KAC führt damit in der Serie 3:2.

EHC Liwest Linz - Vienna Capitals 3:6 (1:1,1:3,1:2). Linz, 3.650 (ausverkauft), SR Dremelj/Trilar. Tore: Murphy (9./PP), Ouellette (26.), Mairitsch (43.) bzw. Gratton (20.), Seidl (24.), Ferland (25., 60. EN), Gunnarsson (33., 44.). Strafminuten: 10 plus 10 Spannring, Hisey bzw. 16 plus 10 Lakos. Stand in der Viertelfinal-Serie: 3:2

Fehervar - Olimpija Ljubljana 1:2 (0:1,0:0,1:1). Szekesfehervar, 3.500 Zuschauer, SR Graber/Potocan. Tore: Mihaly (57.) bzw. Taylor (7.), Pance (51.). Strafminuten: 8 bzw. 12. Stand in der Viertelfinal-Serie: 2:3

Zagreb nach Serien-Sieg gegen Znojmo bereits im Halbfinale

Nächstes Spiel am Donnerstagabend (19.15/live auf ServusTV)

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    Die Caps Martin Oraze (links) und Torschütze Jonathan Ferland herzen sich in Linz.

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