Syrien: Acht tote Journalisten seit Beginn des Jahres

28. Februar 2012, 20:06
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IPI "Death Watch": Derzeit das "tödlichste Land für Journalisten".

Wien - Seit Beginn des Jahres 2012 sind in in Syrien acht Journalisten ums Leben gekommen. Sieben Journalisten wurden getötet, ein Korrespondent der "New York Times" starb an einem Asthma-Anfall beim Überqueren der türkisch-syrischen Grenze, berichtet das in Wien ansässige Internationale Presse-Institut (IPI). Damit sei Syrien derzeit das "tödlichste Land für Journalisten".

Unter den sieben getöteten Journalisten war auch ein 17-Jähriger Video-Filmer. Da die Regierung Syriens ausländischen Journalisten kaum Zugang gewährt, sind viele Nachrichtensender auf Bürger-Journalisten und Aktivisten, die die Gewalt dokumentieren, angewiesen. Das IPI erklärte am Dienstag auf seiner Webseite, weiterhin für die Freilassung von zehn Journalisten zu kämpfen, die vom Geheimdienst während eines Angriffs auf das "Syrian Centre for Media and Freedom of Expression" in Damaskus, einer Nicht-Regierungsorganisation, am 16. Februar verhaftet wurden.

Ursprünglich sollen 16 Journalisten, Aktivisten und Besucher des Centers festgenommen worden sein, sechs seien unter der Bedingung, dass sie sich jeden Morgen bei den Behörden melden, freigelassen worden. Die zehn Personen, die immer noch in Haft seien, seien höchstwahrscheinlich von Folter bedroht.

Die IPI erfasst in ihrer "Death Watch"-Liste Journalisten und Medienvertreter, die wegen ihres Berufes bewusst als "Ziel" ausgewählt wurden - entweder wegen ihrer Berichte oder "einfach, weil sie Journalisten waren". In der Liste werden auch Journalisten erfasst, die während eines Einsatzes starben. Seit 1. Jänner 2012 kamen demnach weltweit 21 Journalisten während der Ausübung ihrer Tätigkeit ums Leben. (APA)

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