Mindestens zwölf Tote bei neuen Unruhen in Xinjiang-Region

28. Februar 2012, 18:26
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Uiguren im Nordwesten des Landes fühlen sich unterdrückt

Peking - Bei neuen Unruhen in der nordwestchinesischen Xinjiang-Region sind am Dienstag mindestens zwölf Menschen getötet worden. Ein "gewalttätiger Mob" habe die Auseinandersetzungen ausgelöst, die Polizei verfolge derzeit die an den Unruhen beteiligten Menschen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Mindestens zwei Verdächtige seien nach dem Einsetzen der Gewalt im Bezirk Yecheng von der Polizei erschossen worden.

In Xinjiang leben rund neun Millionen turksprachige Uiguren überwiegend muslimischen Glaubens, die sich von der Regierung in Peking unterdrückt fühlen. In den vergangenen Jahren gab es in der Region immer wieder Unruhen. Erst im Dezember wurden im Bezirk Pishan sieben Menschen getötet, im Juli gab es in der Region drei Anschläge mit Dutzenden Toten.

Die chinesische Regierung führt die Gewalt in der ressourcenreichen Region vor allem auf Extremismus, Unabhängigkeitsbestrebungen und "Terrorismus" zurück. Experten bezweifeln allerdings, dass Terrornetzwerke in Xinjiang aktiv sind. Die dort lebenden Uiguren praktizieren eine moderate Form des Islam. (APA)

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