Düstere Aussichten für Schlecker-Mitarbeiterinnen

28. Februar 2012, 18:02
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Frauen besonders stark von Pleite betroffen: Auf 24.000 freie Stellen im Verkauf kommen 300.000 Arbeitslose

Berlin - Die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di erwartet für Mittwoch vom Schlecker-Insolvenzverwalter eine Bestandsaufnahme zur Lage der insolventen Drogeriemarktkette. Für das dann anstehende Treffen mit der ver.di-Tarifkommission werde auch davon ausgegangen, dass Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz seine Schlussfolgerungen aus der Bestandsaufnahme vorlege, erklärte ver.di am Dienstag in Berlin.

ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger forderte den Insolvenzverwalter auf, bei seinen weiteren Schritten auf die Kompetenz der bei Schlecker beschäftigten Frauen zu setzen. "Schließlich kennen die Frauen ihre Läden und ihre Kundschaft besser als jeder Unternehmensberater", erklärte Nutzenberger.

Schlecker-Frauen machen am Frauentag Lärm

Von der Schlecker-Pleite sind besonders Frauen stark betroffen. Nach einer von der "Berliner Zeitung" am Dienstag veröffentlichten Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken sehen die Chancen der Verkäuferinnen am Arbeitsmarkt zudem sehr schlecht aus. Im Jänner kamen demnach auf 24.000 freie Stellen im Verkauf 300.000 Arbeitslose. Von der Schlecker-Insolvenz betroffen sind 32.000 Beschäftigte. Die Schlecker-Frauen wollen am 8. März rund um den Internationalen Frauentag auf ihre Situation aufmerksam machen.

Schlecker hat versichert, dass das Geschäft in Österreich von den Turbulenzen des Mutterkonzerns nicht betroffen ist. (APA)

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