Verbund: Analysten erwarten gutes Ergebnis

28. Februar 2012, 09:20
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Wien - Die Analysten der Berenberg Bank, der Erste Group und der Raiffeisen Centrobank (RCB) erwarten für die am Mittwoch anstehenden Jahreszahlen des Verbund eine deutliche Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit). Ebenso soll der Umsatz zulegen. Hingegen erwarten die Experten einstimmig Rückgänge beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und beim Konzernergebnis.

Die Konsensschätzung geht von einer Erhöhung des Ebit von 20,12 Prozent auf 995,2 Mio. Euro aus. Dies sei vor allem in Zusammenhang mit Einmaleffekten durch die Rücknahme der Wertberichtigungen für die Laufkraftwerke Wien-Freudenau, Obere Salzach und Obere Drau zu sehen. Der Umsatz soll sich im Schnitt um 9,24 Prozent auf 3,61 Mrd. Euro steigern.

Beim Ebitda gehen die Analysten durchschnittlich von einem leichten Rückgang um 2,00 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro aus, da hier die oben genannten Einmaleffekte keinen Einfluss haben. Ebenso wenig dürfte das Konzernergebnis davon positiv beeinflusst werden, hieß es in der Studie der Erste Group. Die Experten erwarten im Konsens einen um 9,36 Prozent niedrigeren Nettogewinn bei 363,3 Mio. Euro.

Die Zahlen für 2011 seien vor allem durch die Rücknahme der Wertberichtigung, der sehr schwachen Wasserführung auch im letzten Quartal 2011 und die Abwertung der Türkischen Lira gekennzeichnet, waren sich die Experten einig. Wichtiger als die Zahlen wird aber der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr eingeschätzt. Die Belastungen des abgelaufenen Jahres dürften sich umkehren: Bis jetzt sei eine überdurchschnittlich hohe Wasserführung zu beobachten und die Türkische Lira präsentierte sich zuletzt stark, sagte eine Analystin der RCB. Auch Berenberg erwartet eine Anhebung des Ausblicks und die Erste Group liegt nach eigenen Angaben mit ihren Schätzungen über der des Unternehmens. (APA)

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