SVA-Beiträge: Kreuzigung am Triple-A

Ansichtssache

Für Dienstagvormittag hat der Kabarettist Werner Brix zu einer "Kreuzigung am Triple-A vor dem Parlament" eingeladen. Mit der Aktion will er "auf die Situation eines Großteils der KleinstunternehmerInnen aufmerksam machen, die sich durch dieses Sparpaket noch mehr verschlechtert".

Bild 1 von 10»
derstandard.at/sebastian fellner

Dienstag, 10.50 Uhr: Werner Brix trifft letzte Sicherheitsvorkehrungen. Seine Ankündigung, er werde sich vor dem Parlament auf einem Triple-A kreuzigen, lockte trotz einsetzenden Regens einige JournalistInnen und Schaulustige zur Ringstraße.

weiter ›
Share if you care
Posting 1 bis 25 von 143
1 2 3 4
Die Höchstbeitragsgrundlage tut den umsatzschwachen

sicher nicht weh, Herr Brix!
Wohl aber die Mindestbeitragsgrundlage. Die müsste man meiner Meinung nach beim VfG einklagen. Die widerspricht doch dem Gleichheitsgrundsatz!

Aber Herrn Brix - siehe letztes Bild - ist ja das Bedingungslose Grund Einkommen das wirkliche Anliegen!

NATO, herschaun

bei uns kreuzigen sich die ausgebluteten Bürger schon vorm Parlament

bitte sofort eine Propagandakampagne und uns bomben

ein paar Vögel in London werden sich schon zusammenfangen lassen, die unsere Verbrechen seriös dokumentieren

Bei uns schiesst niemand auf die Buerger also ...

muss auch die NATO nicht eingreifen.

ein erster schritt waere: hackeln statt jammern.

Manche EPUs verdienen sowenig das sie mit der

Mindestsicherung besser dran sind. Man sollte den Leuten schon etwas Anreize geben nur fuer 11 Gehaelter im Jahr hackln zu gehen.

warum macht man sowas dann?

Frage aus Unwissenheit:

Wie genau verschlechtert sich die Situation von Kleinstunternehmern wegen des Sparpakets?

EPUs dürfen nun noch ein Prozenterl mehr an Pensionsabgaben an die SVA abliefern. Für Besserverdiener aufgrund der ohnehin extremen Abgaben sehr unangenehm, für Schlechtverdiener ein weiterer, großer Schritt in Richtung finanzieller Abgrund.

Aber bei EPUs geht locker, was bei Großbauern, Konzernen, der Industrie oder den Superreichen niemals sein darf.

Das ist nicht fein, aber bei einem Kleinstunternehmer sind das gerade einmal 100 Euro jährlich. Da kann man angesichts des größten Sparpakets der Geschichte doch eigentlich aufatmen. Natürlich kann man ganz allgemein die Höhe der SV-Beiträge für Niedrigverdiener kritisieren, aber das hat dann mit dem Sparpaket nichts zu tun.

Ich würde sagen: Schwer zu beantworten, da gibt es keine generelle Aussage.

Etikettenschwindel, EPU = Tagelöhner

kein Gewinn,
volles Risiko,
hohe Abgaben.

Früher hätten sie mit Heugabel und Fackel gegen die Obrigkeit aufbegehrt, heute müssen sie sich von deren Klubs (WKO, SVA ...) sogar noch "vertreten" lassen !

Ich kriege 75 Euro in der Stunde und arbeite volle

200 Stunden pro Monat als IT EPUler. Ungefaehr die Haelfte bleibt mir davon. Kann mich nicht beklagen aber nachdem ich an der Schweizer Grenze lebe, denke ich ueber einen Wohnsitzwechsel nach. Dort liegt die Steuerhoheit bei den Gemeinden und liegt bei 2-3 Monatsgehaeltern im Schnitt.

Naja, aber bei 15.000 Euro Brutto (und 7.500,--) Netto würd ich mich nicht beklagen.

EPU bedeutet nicht zwangsläufig kein Gewinn.

Risiko - Angestellte haben inzwischen ein recht hohes Risiko zwischen 45 und 60, EPU haben eine andere Art Risiko.

Wie überall sprechen Sie real nur von den 40-50% Schlechter laufenden. Also mal die Hälfte.

Das Konstrukt EPU per se ist schon gut! Das Problem sind die, die in Scheinselbstständigkeit gedrängt werden, und da nichts zu suchen hätten.

also ein System, das für die 1/2 nicht funktioniert

kann "per se" nicht gut sein.

Wenn im reichen Österreich 1 Mio armutsgefährdet ist, dann haperts auch hier gewaltig.

Es funktioniert sehr gut - es zeigt in etwa die gleiche Erfolgsquote wie Angestelltenjobs - hat ja eine vergleichbare Einkommensverteilung.

Der Unterschied: Angestellte werden Arbeitslos, EPUs bleiben oft EPUs.

Die Armutsgefährdeten sind ja nicht armutsgefährdet, weil die Möglichkeit EPUs zu gründen da ist. Sind ja nicht alle Armutsgefährdeten EPU, oder werden es dadurch.

der Unterschied: sie akzeptieren diese Verhältnisse

wie Arbeitslosigkeit, Armut, Armutsgefährdung, Tagelohn, ...

und meinen es sei eh OK.

ich nicht, ich frage mich:

Warum müssen wir in einem System leben, in dem diese "Kollateralschäden" produziert und akzeptiert werden?

Die Lösung kann aber nicht sein, den Beitrag zum Wirtschaftssystem derer die's schaffen einzudämmen, damit alle gleich wenig haben und auch nichts für Unterstützungen da ist.

ihr auf Eigentum und Konkurrenz basierendes Wirtschaftssystem kann eben nie für alle funktionieren.

Es gilt nicht den Beitrag der "Leistungsträger" einzudämmen, sondern alle ins Boot zu holen.

Dazu ist ein staats- und eigentumsfreies Wirtschaftssystemen notwendig, indem kein Mangel herrscht, und niemand daher eine Unterstützung braucht.

wieso gibt es eigentlich so viele verschiedene kassen?

wird ein angestellter anders krank als ein selbstständiger?
http://www.youtube.com/watch?v=HRQc8plNKfg

ja. ein selbständiger wird nicht krank. das kann er sich nicht leisten.

Ich leiste mir hierfuer eine Verdienstausfalssversicherung.

Ein Selbstständioger bei dem's schlecht läuft wird nicht krank, weil er sich's nicht leisten kann.

Ein bauhilfsarbeiter oder Regalschlichter der krank wird, wird dann eben im zu langen Krankenstand gekündigt.

egal ob es bei einem selbständigen gut oder schlecht läuft, kranksein kann man sich nicht leisten.

der arbeiter bekommt aber wärend der krankheit weiter geld und wenn er tatsächlich gekündigt wird, bekommt er auch weiter geld.

Posting 1 bis 25 von 143
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.