Smartphone-Konkurrenz drückte Gewinn von Navi-Hersteller TomTom

28. Februar 2012, 10:45
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Aktie bricht um über 10 Prozent ein

Der Navigationsgerätehersteller TomTom hat wegen der zunehmenden Konkurrenz durch Smartphones einen Ergebniseinbruch verzeichnet. Im Schlussquartal sei der Gewinn um mehr als drei Viertel zurückgegangen, teilte das niederländische Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatz sei um rund 30 Prozent auf 357 Mio. Euro zusammengeschmolzen. Auch im laufenden Jahr erwartet der Konzern einen weiteren Umsatzrückgang.

Einbruch

TomTom-Chef Harold Goddijn kündigte an, künftig den Schwerpunkt auf Geschäftsbereiche mit Wachstumschancen jenseits mobiler Navigationsgeräte zu legen. So solle das Geschäft mit fest in Fahrzeugen installierten Geräten, digitalen Karten und internetgestützten Verkehrsservices wachsen. Der TomTom-Aktienkurs brach zum Handelsauftakt um mehr als zehn Prozent ein.

Auf dem Markt mit mobilen Navigationsgeräten konkurriert TomTom mit Garmin, bei digitalem Kartenmaterial mit Google und Nokia. Besonders stark ist der Druck von Gratisangebote durch die boomenden Smartphones und Tablet-Computer. Für das laufende Jahr rechnet TomTom mit einem Umsatz von 1,1 Mrd. Euro, nach 1,273 Mrd. Euro im abgelaufenen Jahr. Beim Gewinn soll es dagegen wieder etwas besser laufen: Der Konzern erwartet 2012 einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 0,35 Euro, nach 0,31 Euro 2011. (Reuters)

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