Politik reagiert zurückhaltend bis befremdet

28. Februar 2012, 16:23

Regierung kommentiert Mehrtätertheorie nicht - Mikl-Leitner: Gut evaluierter Fall

Wien - Die zuständigen Ministerinnen haben die neu aufgetauchte Mehrtätertheorie im Fall Kampusch zurückhaltend kommentiert. Sowohl Justizministerin Beatrix Karl als auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP) wollten vor dem Ministerrat am Dienstag entsprechende Äußerungen des ÖVP-Abgeordneten Werner Amon nicht bewerten.

Amon hatte als Vorsitzender des geheimen Unterausschusses, der den Fall untersucht, Zweifel an der Einzeltäterschaft von Wolfgang Priklopil geäußert. Sie wolle zuerst das Ergebnis des Unterausschusses abwarten, sagte Karl. Ob juristischer Handlungsbedarf bestehe, könne sie daher nicht sagen.

Innenministerin Mikl-Leitner meinte auf die Frage, ob in diesem Fall schlecht gearbeitet worden sei, das sei ein gut evaluierter Fall. Sollte weiterer Handlungsbedarf bestehen, werde man alles auf den Tisch legen. Die Mehrtätertheorie wollte auch sie nicht kommentieren.

Pilz attestiert "erbärmliche Arbeit"

Laut Ö1 zeigten sich mehrere ÖVP-Abgeordnete vom Vorstoß ihres Kollegen Amon "verwundert bis befremdet". Es gebe noch keinen Beschluss des Ausschusses, eigentlich sei Stillschweigen über die geheime Arbeit vereinbart. 

Der grüne Abgeordnete Peter Pilz kritisierte, dass es nach "erbärmlicher Arbeit der Staatsanwaltschaft" jetzt ohnehin zu spät sei zu klären, ob Wolfgang Priklopil ein Einzeltäter war. Allerdings seien "die Hinweise, dass es eine internationale, geheimnisvolle Kinderpornologe gegeben haben soll, mit der sich sämtliche Staatsanwälte verbündet haben sollen", reichlich absurd und durch Tatsachen nicht untermauert, wurde Pilz auf Ö1 zitiert.

Westenthaler hat Angst vor weiteren Tätern

Der BZÖ-Abgeordnete Peter Westenthaler geht hingegen davon aus, "dass die Einzeltätertheorie nicht mehr haltbar ist, aus Dutzenden Widersprüchen, die sich aus dem Akt ergeben". Man müsse Angst davor haben, dass weitere Täter frei herumlaufen.

Die freiheitliche Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein bemängelte, dass sich die Spekulationen auf eine einzelne Person konzentrierten und dass es nicht nachvollziehbar sei, warum diese geschont werde. Belakowitsch-Jenewein meinte damit Priklopils besten Freund und Geschäftspartner, der allerdings schon vom Gericht freigesprochen wurde.

Auf die Frage, ob internationale Kriminalisten zur weiteren Aufarbeitung herangezogen werden sollten, äußerte sich der SPÖ-Abgeordnete Otto Pendl: "Gegen eine neuerliche Evaluation spricht nie was." (red/APA)

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Heute in den Nachrichten: Die Zweifler kommen aus der FPÖ. Versteh ich nicht ganz, warum glaubt eine Partei mehr zu wissen als eine Armada von Juristen und Kriminalisten?

Da schau her - man wird in gewissen Kreisen nervös:

Allerdings seien "die Hinweise, dass es eine internationale, geheimnisvolle Kinderpornologe gegeben haben soll"...

Und Pilz verweist dies ins Reich der Absurdität - warum eigentlich, als ob es solches nicht schon vorher gegeben hätte...man sieht, daß auch der große selbsternannte Aufdecker nur bis zu einem gewissen Grad agiert, und wenn es ans Eingemachte geht, zieht er zurück.

Die Frage ist nicht, ob es etwas überhaupt geben kann, sondern ob im Fall Kampusch irgendetwas darauf hindeutet.
Kennen Sie die Ermittlungsakten besser als Pilz, dass Sie glauben den Fall besser einschätzen zu können als er?

Es gibt nur 2 Möglichkeiten, und das weiß auch Pilz, dessen Arbeit in dieser Causa ich sehr schätze:

Erstens - es war alles eine Kette von Schlampereien (was einer Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht unbedingt standhält)

oder zweitens - es wurde gezielt vertuscht; wenn dem so ist, dann
a) um jemanden zu schützen
b) um sich selbst zu schützen.

Somit kann ich die Absurdität einer "Vereinigung" im Hintergrund nicht erkennen; man kann dies erst ausschließen, wenn man die Gründe der Vertuschung kennt - Pilz kennt diese nicht(?).

Es gibt auch eine eher banale Möglichkeit: Es gab einige wenige aber gravierende Schlampereien. Es wurde versucht die Schlampereien zu vertuschen.

Es kann auch sein, dass gar nicht so arg geschlampt und vertuscht wurde, sondern dass es einige Leute gibt, die eine bestimmte (Verschwörungs-)Theorie vertreten und es den Behörden als Versäumnis ankreiden, dass sie dieser Theorie nicht folgen.

Bei Rzeszut zum Beispiel habe ich das Gefühl, dass er eine bestimmte Vorstellung hat, wie sich der Fall abgespielt haben müsse und einen Frust hat, dass andere seiner Vorstellung nicht folgen. Wer im Recht ist, lässt sich für uns, die wir über die Ermittlungen nur häppchenweise aus mehr oder minder seriösen Medien informiert sind, kaum beurteilen.

Das würde ja meinem "Erstens" entsprechen.

Dagegen spricht, daß die Schlampereien nicht mehr vertuscht werden können, da sie ja bekannt sind; dennoch besteht an der Klärung der "Schlampereien" kein Interesse, obwohl viele Fragen offen sind.

Außerdem sagt Rzeszut nicht anderes als im Komissionsbericht steht, wie auch Adamovich, Müller ect., also ist Ihr Gefühl hinsichtlich seiner Person hier nicht von Belang.

bitte, ich bin zwar weder kriminalist noch unterausschüssler

aber mein hausverständiger vorschlag wär', gelegentlich einmal die frau kampusch selbst zur mehrtätertheorie zu befragen.

(vielleicht käm' so ein bissel licht in das befremdliche dunkel und die causa könnt' endlich, endlich ad acta gelegt werden)

Kampusch fragen? Da ist sicher noch niemand drauf gekommen.

Die von der Staatsanwaltschaft vertretene Version der Geschichte folgt im Wesentlichen der Darstellung von Kampusch.

Nun kann es aber sein, dass Kampusch als Opfer auch nicht den vollständigen Überblick über die Ereignisse hatte und dass es Mittäter gab, die Gegenüber Kampusch nie direkt in Erscheinung getreten sind.

Die These von Rzeszut, Adamovich und anderen ist, dass Kampusch sich im Laufe der Zeit mit den Tätern solidarisierte. (Dass sie trotz sich bietender Gelegenheiten nie ernstlich Fluchtversuche unternahm, spricht dafür.) Kampusch könnte also Mittäter decken. (Mit Ernst H., der sich über den Ablauf der Ereignisse vor Priklopils Tod in Widersprüche verwickelte, versteht sie sich offenbar sehr gut.)

kampusch

hätte priklopil mit der kettensäge zerteilen müssen, damit solche §$%&/ wie sie zufrieden wären...

Zum Glück hamma ja keine Kriese.

Konzentrieren wir uns also aud den Fall Kampusch..

Mittlerweile ist die Causa Kampusch

eher auch ein Fall für den Korruptionssausschuss!

eigentlich ist´s egal

fr. kampusch hatte nachweislich mehere male die möglichkeit zur flucht und hatte diese nicht genützt.
also wollte sie (stockholmsyndrom hin oder her) nicht.
na dann ist´s ja eh gut.
schön langsam wird die ganze sache extrem nervig, vor allem weil es je eigentlich egal ist.

es ist einfach nicht zu packen wie wenig leute wie du von psychologie verstehen

ein !!!!!!ZEHN!!!!!jähriges kind wird entführt in einen keller gesperrt, es wird im erzählt, daß ihre eltern umgebracht werden wenn sie nicht spurt, daß der ganze garten ums haus mit tellerminen vermint ist, sie wird jahrelang geschlagen, gefoltert sobald sie keine korrekten antworten auf fragen gibt,sobald sie nicht schnell genug arbeitet, sobald sie den täter nicht mit gebührendem respekt anschaut.

weißt du daß es kaum ein kind gibt das seine eltern nicht liebt ganz egal ob diese es geschlagen, laufend vergewaltigt oder psychisch geschädigt haben.
frauen bleiben bei ihren schlagenden und vergewaltigenden männer-jahrzehntelang tlw.obwohl sie einfach nur die tür aufmachen und rausgehen bräuchten.

das is kein NK-phänomen

Nervig sind ...

einzig Leute wie sie.
Und nicht nur nervig: diese Art einem Opfer ihrer Fantasie entsprungene DInge zu unterstellen ist nicht nur nervig sonder widerwärtig.

Pilz ist ein Feigling,

zuerst macht er (zu recht) einen Wirbel um diese Causa um dann, wenn es heiß wird, den Rückzug anzutreten. Die Grünen werden bei allem, was danach riecht, dass Rote wie auch immer an Mißständen beteiligt sein könnten, einen Rückzug machen in der Hoffnung, in der nächsten Regierung sitzen zu können.

Wieso feig? Pilz ist der einzige, der dem RZESZUT

öffentlich eine reinhaut.

Die gesamte JUSTIZ und die Tante Justizminister schauen schweigend zu, wie diese Pipe amtsmissbrauchend mit seinem wichtigen Dossier vertrauliche Zeugennamen veröffentlicht und bis in die Schweizer Gosse und irgendwelche deutschen Dreck-Fernsehsender permanent weiter herumfabuliert, wilde Verschwörungstheorien verbreitet und Staatsanwälte anschüttet.

Der schwindlige OGH-Pensionist tut ja wirklich alles, um das ANSEHEN der österreichischen JUSTIZ in den Keller zu fahren.
ha ha ha

Ihre völlig deplatzierte Beschimpfungsorgie läßt einige Rückschlüsse

auf Ihre Person zu, die nicht schmeichelhaft ausfallen.

Null Argumente, nur ad hominem und Geifer vor dem Mund - entbehrlich also.

meint er das ernst der pilz?

Der grüne Abgeordnete Peter Pilz kritisierte, dass es nach "erbärmlicher Arbeit der Staatsanwaltschaft" jetzt ohnehin zu spät sei zu klären, ob Wolfgang Priklopil ein Einzeltäter war.

Wenn es stimmt, dass Natascha Kampusch eine Tochter hat...

und die aufschlussreichen Fakten hier stimmten:
http://www.20min.ch/kampusch/... d-11744042

dann würde dies bedeuten, dass Ernst H. und seine Schwester Margit W. die ganze Zeit von der Sache wussten und bei den Aussagen gelogen haben. Stimmen die Behauptungen, so Margit W. das Kind von Natascha W. übernommen und seht deshalb in der Geburtsurkunde. Wobei es in der Klinik keine Unterlagen dazu gibt.

Die Geburtsurkunde (März 2003) findet sich noch unter diesem Link im Cache von Google. Das Original wurde schon auf Nachdruck von der Site entfernt:
http://tinyurl.com/757uktw
(Wahrscheinlich wird es auch bald aus dem Cache gelöscht)

Auch wenn das Kind zu schützen ist, so liegt darin der Schlüssel zum Fall...

Was für Drogen ...

muss man nehmen um solche Verschörungstheorien ernst zu nehmen?

Es ist schon fürchterlich welcher Unfug zum Fall Priklopil verbreitet wird.

wissen sie wie eine geburtsurkunde in österreich aussieht?

und was da alles drinsteht?

sagen sie mir was in dem von ihnen verlinkten "dokument" drinsteht. und sagen sie bitte, was das mit frau kampusch zu tun hat.

"wenn die fakten stimmten": fakten stimmen immer, aber ob das fakten sind, was sie als solche bezeichnen...

ja genau

abgesehen davon, dass es hier um reine spekulationen geht, sind auch ihre schlüsse völlig unlogisch.

warum genau müssten die es dann 'die ganze zeit' gewusst haben?

es könnte in dem fall auch sein, dass sie erst jahre nach der entführung von prikopil eingeweiht worden waren. oder dass es eine 'baby vor der tür'-geschichte wie bei den fritzls gab und sie nichts von der herkunft des kindes wussten.

außerdem ist auf der geburtsurkunde nichts was auf einen zusammenhang mit dem fall hindeutet zu sehen.

außerdem ist auf der geburtsurkunde nichts was auf einen zusammenhang mit dem fall hindeutet zu sehen.

der vorname auf dem "dokument" beginnt mit "ka" so wie kampusch - so was reicht den verschwörungshansis.

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