Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Frankfurt - Das Arbeitsgericht Frankfurt verbietet den für morgen angekündigten Fluglotsenstreik am Frankfurter Flughafen. Der Streikaufruf der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) sei illegal und die Fluglotsen dürften ihre Arbeit nicht wie geplant am Mittwochmorgen von 5.00 Uhr bis 11.00 Uhr die niederlegen, erklärte das Gericht am Dienstagabend.
Fluglotsen kündigen Streik an
Die Gewerkschaft der Flugsicherung GdF und der Flughafen-Betreiber Fraport ließen die vorerst letzte Chance auf eine außergerichtliche Einigung ungenutzt. Fraport, der zusammen mit der Lufthansa und der Flugsicherung DFS gegen den geplanten Arbeitsausstand der Fluglotsen klagt, wolle eine klare Gerichtsentscheidung, sagte ein Fraport-Anwalt am Dienstagabend. Zuvor hatte Matthias Kreuzberg-Kowazyk, Richter am Arbeitsgericht Frankfurt, beide Seiten aufgerufen, den Konflikt gütlich beizulegen.
Die Gewerkschaft hat anschließend die für Mittwoch Früh geplante Ausweitung der Streiks am Frankfurter Flughafen abgesagt. Der Solidaritätsstreik der Fluglotsen finde nicht statt, sagte GdF-Anwalt David Schäfer am Dienstag in Frankfurt am Main. Nachdem das Frankfurter Arbeitsgericht den Streik untersagt habe, sei nicht mehr ausreichend Zeit gewesen, um in den Nachtstunden in Eilberufung zu gehen.
Streiks in den letzten Tagen führten zu Verspätungen
Am Montag musste bereits fast jeder sechste Flug gestrichen werden. Wie auch an den vorangegangenen fünf Streiktagen waren Kurzstreckenflüge innerhalb Deutschlands und Europas betroffen, während Langstreckenflüge verschont blieben. Fraport hat zusätzliches Personal für die Arbeit auf dem Flugfeld geschult, um die Beeinträchtigungen in Grenzen zu halten.
Auch Wien betroffen
Auswirkungen gibt es auch auf Österreich. Am Montag fielen drei Lufthansa-Flüge zwischen Frankfurt und Wien aus. Auch am Dienstag sollte der Morgenflug aus Schwechat nicht durchgeführt werden. Bei den Fluglinien flyniki und Austrian Airlines kommt es heute voraussichtlich zu keinen Stornierungen. Allerdings müssen Passagiere mit Verspätungen rechnen. Dennoch empfiehlt die AUA ihren Passagieren, sich vor geplanten Flugreisen mit der AUA über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren, etwa via Internet - über https://book.austrian.com/app/ar.fly?pos=AT&l=de, wo unter Angabe der Flugnummer nähere Details zu erfahren sind.
Jeder Streiktag kostet Fraport rund eine Million Euro an Umsatz. Die Lufthansa, die in Frankfurt ihre Heimatbasis hat, war bisher von den Ausfällen am stärksten betroffen. Der Lufthansa gingen nach eigenen Angaben in den ersten vier Streiktagen bereits Umsätze im hohen zweistelligen Millionen-Bereich verloren. (APA)
Aufschub um unbestimmte Zeit wird mit Sicherheitsmängeln begründet
Eigentlich sollte "Berlin Brandenburg Willy Brandt" längst fertig sein. Statt Flugpassagieren kommen bisher nur Gutachter
Doppelt so viel wie bisher angenommen - Wowereit will "Probleme lösen"
Der deutsche Verkehrsminister hievt den Ex-Air-Berlin-Chef in den Chefsessel des Skandalflughafens
Ich finde die Entscheidung des Gerichts ist in Ordnung.
Steigen die Lotsen mit in den Streik ein liegt der KOMPLETTE Flughafen lahm. Da sind schnell mal wirtschaftliche Ausfälle und Schäden im dreistelligen Mio.-Bereich erreicht. Zudem bitter, dass diese in erster Linie Drittparteien treffen.
Hier ein paar hundert Mio. € Schaden zu verursachen wegen 200 Leuten vom Vorfeld steht dann wirklich in keinem Verhältnis mehr, da sprang (Gott sei Dank) die Justiz ein.
oder vielleicht sollte ich sagen jener die von der hand in den mund leben (d.h. die auf ein regelmäßiges einkommen zum überleben angewiesen sind) werden derzeit wieder abgeschafft. wie kann ein gericht einen streik verbieten?
wenn ich denke, daß mercedes neulich einen gewinn von 6 MILLIARDEN Euro genannt hat, was haben diejenigen, die dafür geschuftet haben, bekommen?
Da wäre erstmal interessant, ist es der Gewinn vor Steuern oder nach Steuern, ausserdem müssen davon noch Rücklagen für zukünftige Investitionen gemacht werden, denn die Produktionsanlagen nutzen sich ab und müssen natürlich in regelmäßigen Abständen repariert bzw. neu angeschafft werden. Also bitte nicht immer so gierig auf den Gewinn schauen, der sagt so überhaupt nichts aus. Wenn der gesamte Gewinn abgezogen würde, wie es sich manche vorstellen, gäbe es keine Reserven für z.B. Neuinvestitionen, welche dann nur über Bankkredite ablaufen könnten. Wohin Abhängigkeit von Banken führt - siehe Griechenland. Da kann es ganz schnell bergab mit einem sonst florierendem Unternehmen gehen. Gewerkschafter können meist keine Bilanzen lesen/verstehen!
Was haben die Mercedes Mitarbeiter dafür bekommen? 17,4 Mrd. Euro (Personalaufwand), bei einem durchschnittlichen Mitarbeiterstand von 267.274. Was ist daran verwerflich?? Oder was hätten sie sonst bekommen sollen, noch 7 Milliarden Euro extra, damit Mercedes einen Verlust schreibt? Der Laden brummt, die Leute haben moderate Einkommen aber dafür auch kein unternehmerisches Risiko. Was denn noch?
Ich würde es verstehen, wenn Menschen streiken, welche in Sozialberufen mit niedrigsten Löhnen bezahlt werden. Diese Vorfeldlotsen sind ja sowieso meines Erachtens sehr üppig bezahlt, ab rd. 4.000 EUR aufwärts, und das obwohl die Anforderungen ja eher gering sind, B-Führerschein und ein wenig Grips, that's it. 70%ige Lohnerhöhungen, die müssen total bekifft sein. Dann wären sie ja schon besser bezahlt als viele Techniker, Ingenieure etc., d.h. daß die dann ja auch eine entsprechende Lohnerhöhung haben wollen. Das kann kein Betrieb stemmen, da geht dann direkt in den Konkurs mit Verlust aller Arbeitsplätze. Aber so etwas scheint diese Zwergerlgewerkschaft wohl nicht zu bedenken.
70% sind`s nona nicht, kommt halt in den Medien gut. Der von Ole von Beust ausgehandelte und vom Flughafen abgelehnte Schlichterspruch sieht allerdings schon ordentliche Erhöhungen vor (Zahlen Brutto): http://apronfrankfurt.wordpress.com/tarifkonf... -prozente/
Ab welchem Einkommen wäre es für sie dann in Ordnung jemandem sein Streikrecht gesetzlich zu entziehen und nur den Arbeitgeber über die Entlohnung bestimmen zu lassen?
Wann wären dann auch Solidarstreiks gesetzlich zu untersagen?
Und wie würden sie dass beim EGMR durchbringen?
es würden sich Lohnerhöhungen bis zu maximal 70% ergeben.
Diese Behauptung als Allgemeinforderung in Bausch und Bogen zu übernehmen, ist ungefähr so seriös wie das Spitzengehalt eines Boeing 747-Piloten mit 30 Jahren Dienstzeit als Durchschnittsgehalt aller Piloten anzunehmen.
wenn man arbeiten geht und trotzdem nichts davon hat, dann versteht man das. 70 % mehr als nichts ist trotzdem noch nicht viel.
es ist gut so, dass sich immer mehr gruppen von drohungen der arbeitgeber nicht einschuechtern lassen. ein solidaritaetsstreik um einer anderen gruppe zu helfen ist hier ausgesprochen sympathisch.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.