Südtirols Freiheitliche setzen im Wahlkampf auf Ausländerhetze

13. Juni 2003, 12:39
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Gegen "Sozialschmarotzer, Kriminelle, Multikulti, Moscheen und EU-Beitritt der Türkei"

Bozen - Die Südtiroler Freiheitlichen setzen in ihrem Wahlkampf für die kommenden Landtagswahlen am 26. Oktober vor allem auf Familien- und Ausländerthemen. Insgesamt 19 Kandidaten wurden bei einer Pressekonferenz am Freitag in Bozen präsentiert.

Mit dem Motto "Klartext für Südtirol - Politik mit Herz und Verstand!" wollen die Freiheitlichen in den Wahlkampf ziehen. "Wir sind überzeugt, dass wir wiederum auf zwei Mandate kommen werden", sagten die beiden Spitzenkandidaten, Landesparteiobmann, LAbg. Pius Leitner und Generalsekretärin Ulli Mair. Die Kandidaten-Liste sei noch nicht endgültig, weil man mit weiteren Personen im Gespräch sei, hieß es in einer Ausendung. Es handle sich jedoch um die "quantitativ stärkste, die jüngste und inhaltlich bunteste Liste", mit der die Freiheitlichen je ins Rennen gegangen seien.

Im Wahlkampf wollen die Freiheitlichen unter anderem die Familien- und Ausländerpolitik zur Sprache bringen. Als Themen wurden etwa der Kinderscheck, die Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf oder das Nein der Partei zu "Sozialschmarotzern, Kriminellen, Multikulti, Moscheen sowie zu einem EU-Beitritt der Türkei" genannt.

Derzeit sind die Freiheitlichen mit einem von insgesamt 35 Mandaten im Südtiroler Landtag vertreten. Die letzten Wahlen fanden am 22. November 1998 statt. (APA)

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