Ein Platz für Marlene

13. Juni 2003, 12:22
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Paris ehrt seine langjährige geheimnisvolle Einwohnerin

Paris - Elf Jahre nach dem Tod Marlene Dietrichs ist in Paris - wie auch schon in Berlin - ein Platz nach der legendären Sängerin und Schauspielerin benannt worden. Die Diva hatte die letzten 17 Jahre ihres Lebens in aller Zurückgezogenheit in der französischen Hauptstadt verbracht. Der Platz liegt nahe der Avenue Montaigne im 16. Bezirk, wo Marlene Dietrich (1901-1992) zuletzt gewohnt hatte.

"Eine Frau des 21. Jahrhunderts"

"Sie war Amerikanerin deutschen Ursprungs und außerdem Pariserin. Das gefällt mir", sagte Bürgermeister Bertrand Delanoe bei einer Feierstunde im Pariser Museum Galliera am Donnerstagabend. Die in Berlin geborene Künstlerin sei Zeit ihres Lebens Kosmopolitin und damit "eine Frau des 21. Jahrhunderts gewesen", meinte Delanoe.

Marlene Dietrich hatte Deutschland 1931 verlassen, um in Hollywood zu filmen. 1937 wurde sie amerikanische Staatsbürgerin. Sie kehrte erst 1945 nach Deutschland zurück.

Große Schau

Im Museum Galliera wird am Samstag die erste große Marlene-Dietrich-Schau in Frankreich eröffnet. Bis zum 12. Oktober sind dort Kostüme aus der Glanzzeit ihres Film- und Showschaffens sowie zahlreiche Accessoires, Fotos und Briefe zu sehen.

"Die Ausstellung soll die unvergleichliche Eleganz der Dietrich dokumentieren, die oft kopiert, jedoch nie erreicht wurde", sagte die Direktorin des Museums, Catherine Join-Dieterle. Marlene Dietrich habe sich derart mit ihren Rollen identifiziert, dass es zwischen ihrem Leben als Star und ihrem privaten Alltag praktisch keine Grenze mehr gegeben habe. (APA/red)

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