ProSiebenSAT.1 dämpft Hoffnung auf Abschaffung der Vorzugs-Aktien

13. Juni 2003, 15:23
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Entsprechenden Bericht der "FTD" zurückgewiesen

Der ProSiebenSAT.1-Konzern hat Spekulationen über eine Abschaffung der ungeliebten Vorzugsaktien zurückgewiesen. "Es gibt derzeit keine konkreten Pläne für eine Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien", sagte eine ProSiebenSAT.1-Sprecherin am Freitag in München.

Die "Financial Times Deutschland" (FTD/Freitagausgabe) hatte berichtet, ein entsprechender Plan solle auf der Hauptversammlung am Montag vorgestellt werden. Der Kurs der Vorzugsaktien stieg daraufhin um zeitweise 10 Prozent auf 5,70 Euro.

An der Börse notiert sind derzeit ausschließlich die Vorzugsaktien. Der Großteil der entscheidenden Stammaktien liegt bei der insolventen KirchMedia. Eine Umwandlung der Vorzugsaktien war vor einiger Zeit bereits beschlossene Sache, wurde aber nach der Insolvenz der KirchMedia erst einmal abgeblasen.

Die "FTD" berichtete, mit einer Umwandlung der Vorzugsaktien solle die geplante Kapitalerhöhung erleichtert werden. Nach der Einigung sei es zwar nicht mehr möglich gewesen, die Abschaffung noch auf die Tagesordnung der Hauptversammlung zu setzen. In der zweiten Jahreshälfte solle es aber eine außerordentliche Versammlung der Anteilseigner geben.

Nach dem gescheiterten Verkauf von ProSiebenSAT.1 an den US- Milliardär Haim Saban sollen bei der Hauptversammlung am Montag die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Dabei sollen unter anderem neue Aufsichtsräte gewählt und die Voraussetzungen für die Kapitalerhöhung geschaffen werden. Auf diesem Weg wollen die Banken und die KirchMedia die Kapitalausstattung von ProSiebenSAT.1 verbessern und das Unternehmen so attraktiver für potenzielle Investoren machen. (APA/dpa)

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