Aspirin gegen Leukämie

13. Juni 2003, 11:24
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Studie: Erkrankungs-Risiko für erwachsene Frauen gesenkt

Minneapolis - Aspirin wird offenbar immer mehr zur "Wunderdroge". Ergebnisse einer Studie des Cancer Centers der University of Minnesota zeigen, dass die Gabe von Aspirin zwei Mal pro Woche das Leukämie-Risiko für erwachsene Frauen um über 50 Prozent senkt. Das gaben die Forscher am Freitag bekannt. Die Ergebnisse der Studie werden in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention veröffentlicht, einem Magazin der American Association for Cancer Research.

Unter der Leitung von Julie Ross, außerordentliche Professorin und Mitglied des Cancer Centers, wurden die Daten der Iowa Women's Health Study ausgewertet. Die Frage war, ob Aspirin oder andere schwache Schmerzmittel (NSAIDs) wie z.B. Ibuprofen gegen Krebs schützen können. Im Rahmen der Iowa Women's Health Study wurden seit 1985 mehr als 41.000 Frauen nach der Menopause untersucht auf deren Gesundheitszustand, Lebensstil und auf die Inzidenz von Krebs. Für die aktuelle Studie wurden die Daten von 28.244 Frauen ausgewertet. Ross und ihr Team entdeckten, dass Leukämie bei Frauen signifikant häufiger vorkam, wenn sie selten zu Aspirin griffen. Die Forscher erkannten überdies, dass Aspirin gegen Leukämie besser wirkt als andere NSAIDs. "Bisher gab es nur Studien, die NSAIDS nicht in Aspirin und Nicht-Aspirin getrennt haben. Eine Stärke unserer Studie war die Möglichkeit, die Wirkungen von Aspirin und anderen NSAIDs getrennt zu untersuchen", so Ross.

Ross geht davon aus, dass weitere Studien zu dem Thema notwendig sind, um die Ergebnisse zu festigen. Obwohl Aspirin grundsätzlich ein sicheres Medikament ist, kann es bei einigen Personen Nebenwirkungen hervorrufen. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich. Die Forscher raten deshalb dazu, vor dem Beginn einer Aspirin-Kur den behandelnden Arzt aufzusuchen. (pte)

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