"Linux kann nicht gestoppt werden"

13. Juni 2003, 14:26
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Marktforscher IDC prognostiziert Verdreifachung der Linux-Server Verkäufe bis 2007 - bereits 15.5 Prozent der Desktop-UserInnen haben an einen Umstieg gedacht

Wenn es nach den Marktforschern von IDC geht, hat Linux eine strahlende Zukunft vor Augen berichtet vnunet: Bereits dieses Jahr sollen in Westeuropa 182.000 Linux-Server - dies bedeutet einen Anteil von 15 Prozent am gesamten Markt - verkauft werden, ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch besser sieht allerdings die mittel- und langfristige Zukunft aus: Im Jahr 2007 sollen es bereits dreimal so viele Server sein.

Unaufhaltsam

Entsprechend steigen werden damit auch die Gewinne, die bisher aufgrund der niedrigen Kosten von Linux nur 5,1 Prozent der mit allen Servern erwirtschafteten Gewinne ausmachen - sie sollen sich nach der Prognose auf 1,9 Milliarden US-Dollar verdoppeln. Martin Hingley, Vizepräsident von IDC, meint zu der Studie, dass seiner Meinung nach im Moment nichts den Vormarsch von Linux stoppen könnte, auch die Probleme, die sich durch die Rechtsansprüche von SCO ergeben, könnten den Prozess nur verlangsamen, aber nicht verhindern.

Taking on Windows

Hingley meint im letzten Jahr auch einen neuen Trend zu beobachten, während zuvor Linux hauptsächlich vom Abbau bei Unix-Servern profitiert habe, gibt es nun einen zunehmenden Trend von Windows-Systemen auf das Open Source-System umzusteigen. Dies hänge auch mit der schlechten wirtschaftlichen Lage zusammen, die KundInnen mehr und mehr dazu zwinge auf die Kosten zu schauen. Als einen weiteren wichtigen Punkt sieht die Studie - die sich für ihre Daten auf die Befragung von insgesamt 1.000 Unternehmen stützt - die Stabiliät und Zuverlässigkeit von Linux.

Desktop

Zu früh sei es hingegen noch, um die Chancen von Linux auf dem Desktop zu prognostizieren, allerdings haben bereits 15,5 der UserInnen einen Umstieg auf das Open Source Betriebssystem in Erwägung gezogen. (apo)

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IDC

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