Hitzewelle in ganz Mitteleuropa

12. Juni 2003, 20:39
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Fünf Tote in Kroatien - In Österreich wird es etwas kühler

Hochsommer im Juni: Nicht nur in Italien und Spanien schwitzen die Menschen derzeit bei 40 Grad im Schatten. Auch in Deutschland und der Schweiz kletterten die Temperaturen am Donnerstag auf Spitzenwerte.

Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst registrierte mit 32,7 Grad in München den wärmsten 12. Juni in der bayerischen Landeshauptstadt seit Beginn der Messungen vor rund 130 Jahren. Solche Temperaturen seien absolut ungewöhnlich für diese Jahreszeit, sagte ein Meteorologe.

Schweiz

Die Schweiz hat am Donnerstag den bisher heißesten Tag des Jahres erlebt: Die Temperaturen stiegen auf über 35 Grad. Der Höchstwert von 35,2 Grad wurde in Wynau (Kanton Bern) gemessen. Damit wurde der vorjährige Juni-Rekord von 35,3 Grad knapp verpasst.

Fast im gesamten Flachland der Schweiz war es am Donnerstag über 30 Grad warm. In Buchs (Aargau) wurden 35 Grad gemessen, in Basel 34,9, in Genf 34,6 und in Zürich Kloten 34 Grad.

Italien

In Italien war kein Ende der seit gut einer Woche andauernden Hitzewelle mit Werten um 40 Grad in Sicht. Wegen des Dauereinsatzes der Klima-Anlagen gebe es bereits eine Stromknappheit, berichtete die Tageszeitung "Il Sole 24 Ore". Im Extremfall bestehe sogar die Gefahr, dass die Stromversorgung zusammenbricht, hie es.

Kroatien

In Kroatien mussten Hunderte Menschen wegen Kreislaufproblemen in Spitälern behandelt werden. Fünf von ihnen starben. Der Verkauf von Klima-Anlagen und Mineralwasser stieg um 200 Prozent.

Österreich

In Österreich erhält die für die erste Juni-Hälfte ungewöhnliche Hitzeperiode in den kommenden Tagen einige Dämpfer: Nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte in Wien werden die Temperaturen am Sonntag auf 20 bis 26 Grad sinken, für den Westen Österreichs sind Gewitter zu erwarten, im Osten Regenschauer. Mit der Schafskälte, die schon vor einigen Tagen hätte Einzug halten sollen, ist in der kommenden Woche für den Fronleichnamstag zu rechnen - vorausgesetzt, die Computer irren sich nicht. (APA/dpa/sda)

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