25.000 Liter Jauche in Oberösterreich ausgelaufen

27. Februar 2012, 20:45
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Gülle gelangte in Bäche

Linz - Bei einem Landwirt im Bezirk Rorhbach im Mühlviertel in Oberösterreich sind am Montag rund 25.000 Liter Jauche ausgeflossen. Der Zwischenfall passierte, weil sich ein geöffneter Schieber und ein Ventil durch Eisbildung nicht mehr schließen ließen. Die Gülle gelangte über den Wiesenboden in Bäche. Ob dadurch ein Fischsterben ausgelöst wurde, ist noch ungewiss. Das berichtete die Sicherheitsdirektion in einer Presseaussendung Montagnachmittag.

Der 38-Jährige wollte einen Teil der Jauche aus einem Auffangbecken, das bereits voll war, mit einem Fass in das Auffangbecken eines Bekannten transportieren. Dabei übersah er, dass das Überlaufventil an der Unterseite der Absaugeinrichtung offen stand. Durch dieses - es hat einen Durchmesser von etwa fünf Zentimeter - spritzte nach dem Öffnen des Schiebers sofort Gülle ins Freie. Vermutlich wegen Eisbildung ließen sich weder Schieber noch Überlaufventil schließen.

Mit Fön aufgetaut

Der Landwirt legte schnell von seiner Werkstätte eine 50 Meter lange Stromleitung zum Auffangbecken und erwärmte mit einem Fön die Absaugvorrichtung. Aber erst nach einiger Zeit gelang es ihm, den Schieber und das Überlaufventil vom Eis zu befreien und zu schließen.

Inzwischen waren schon 25.000 Liter Gülle über den gefrorenen Wiesenboden in den "Brenninger Bach" von dort in den "Diesenbach" und weiter in die Große Mühl gelangt. Ob es zu einem Fischsterben entlang der Bäche sowie in den dort befindlichen Fischteichen gekommen ist, war Montagabend noch Gegenstand von Ermittlungen. (APA)

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