Argentinien lässt britische Kreuzfahrtschiffe nicht anlegen

27. Februar 2012, 19:40
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Britisches Außenministerium: "Wir sind besorgt"

London - Im Streit um die Falklandinseln hat Argentinien zwei britische Kreuzfahrtschiffe daran gehindert, in den Hafen der argentinischen Stadt Ushuaia einzulaufen. Die Star Princess und die Adonia, die zuvor auf den Falklandinseln angelegt hatten, mussten nach britischen Angaben vom Montag weiterfahren. Die "Adonia" wird als nächstes im chilenischen Hafen Punta Arenas festmachen.

"Wir sind besorgt, wenn wir hören, dass die Adonia und die Star Princess nicht in Ushuaia anlegen konnten", sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums. "Es gibt keine Entschuldigung dafür, in den freien und legitimen Geschäftsbetrieb einzugreifen."

Die Falklandinseln sind seit 1833 britisch. Argentinien reklamiert die Inselgruppe, vor deren Küste Öl vermutet wird, für sich. 1982 hatte das damalige argentinische Militärregime die Inselgruppe besetzt. In einem blutigen Krieg eroberte Großbritannien das Areal zurück. Der Streit zwischen beiden Ländern flammte zuletzt wieder auf. Argentinien ist unter anderem verärgert, weil der britische Prinz William einen sechswöchigen Militäreinsatz auf den Falklandinseln absolviert. (APA)

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