Neun Tote bei Kämpfen mit Rebellen

27. Februar 2012, 18:50
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Vier Soldaten und fünf FARC-Kämpfer

Bogota - Im Süden Kolumbiens sind bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und linken Rebellen mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Wie das Militär des südamerikanischen Landes am Montag mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um vier Soldaten und fünf Kämpfer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Zu dem Gefecht in einem Indianer-Reservat bei Puerto Guzmán im Department Putumayo sei es kurz nach einer Ankündigung der FARC gekommen, mehrere Geiseln freizulassen.

Die FARC-Führung hatte die Regierung in Bogotá am Sonntag zu Friedensgesprächen aufgefordert und auf ihrer Webseite zugleich mitgeteilt, zehn Polizisten und Militärs freilassen zu wollen, die sich seit über zehn Jahren in Geiselhaft befänden. Ein Datum wurde allerdings nicht genannt.

Außerdem wolle man künftig auf Kidnapping zur Erpressung von Lösegeld verzichten. Keine Angaben machte die FARC-Führung zum Schicksal der zahlreichen Zivilisten, die sich noch in der Hand der Rebellen befinden sollen. Schätzungen gehen von mehr als hundert Entführten aus.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos nannte die Ankündigung der Rebellen via Twitter einen "wichtigen und notwendigen, aber unzulänglichen Schritt in die richtige Richtung". Gleichzeitig bot er Garantien für eine reibungslose Übergabe der Geiseln an.

Die Regierung hatte als Bedingung für Friedensverhandlungen neben der Geiselfreilassung außerdem von der FARC gefordert, keine Minderjährigen mehr zu rekrutieren, die Beziehungen zum Drogenhandel abzubrechen und bewaffnete Aktionen zu unterlassen. Zu diesen Forderungen nahm die Rebellenführung keine Stellung. (APA)

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