Deutschland plant schärfere Auflagen für Hausbesitzer

27. Februar 2012, 16:40

Umweltministerium will laut Zeitungsbericht die bestehenden Vorschriften für Neubauten auch auf private Bestandsbauten ausweiten

Um die bestehenden Klimaziele und nicht zuletzt die Energiewende zu erreichen, plant die deutsche Bundesregierung offenbar scharfe Energie-Auflagen für Hausbesitzer. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen die aktuell für Neubauten und öffentliche Gebäude gültigen Auflagen bei der Dämmung von Wänden, Dächern und Fenstern nun auch auf private Bestandsbauten ausgeweitet werden. Das sieht zumindest ein Papier des Umweltministeriums vor, auf das sich "Bild" beruft. Im Falle größerer Renovierungsarbeiten könnten demnach Besitzer privater Eigenheime zu weitreichenden Dämmungsmaßnahmen verpflichtet werden.

Erwogen wird dem Bericht zufolge auch eine schrittweise Verschärfung der Abgasnormen für bestehende Heizkessel, so dass mehr alte Anlagen ausgetauscht werden müssten. Eine "weit gefasste Härtefallregelung" soll Hausbesitzer dabei vor übergroßen finanziellen Belastungen schützen.

Laut "Handelsblatt" lehnt der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) die Pläne rundheraus ab. Schon mit den bestehenden Regelungen sei für die Hausbesitzer "die Grenze des Leistbaren erreicht", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko der Zeitung. Durch eine weitere Verschärfung bestehender Vorschriften werde die energetische Sanierung für mehr Gebäude als bisher zu kostenaufwendig und daher unrentabel, außerdem würden schärfere Anforderungen auch die Mieter stärker belasten, warnte er. (red/APA)

solange die energiewende das ziel ist das erreicht werden soll wird man um totalitäre massnahmen nicht herum kommen, auch wenn sie logisch betrachtet ein irrsinn sind.
akw abstellen und daher gaskraftwerke in österreich verpflichten war der erste schritt.
installation von bergen von solarpaneelen im sonnigen deutschland anstelle vom schattigen südeuropa.
styroporzucht an häuserfronten obs im einzelfall klug ist oder nicht.
ich tippe auch die deutschen werden demnächst das tempolimit als heilsbringer erfinden, gepaart mit regelmentierungen beim kfz besitz.

sie haben nicht unrecht.

ich hab mir mal ausgerechent was die dämmung deraussenwände bei meinem alten haus bringt. ich kam auf ein einsparungspotenzial von ca 15%. dem gegenüber müssen sie ca. 10.000euro an kosten abdecken. sie verringern ihre heizkosten bei angenommen 1.000euro im jahr um 150 €. das ganze amortisiert sich dann in (10.000/150= 66,67) 67 jahren!!! dachbodendämmung (kostengünstig) + neuer fenster macht noch sinn.

bauphysikalisch gibt es nicht DAS rezept für ein gebäude. die beheizung muss auf das nutzerverhalten abgestimmt sein. das aber ändert sich alle paar jahre, was bei der lebensdauer von gebäuden (ca. 100 J) ein problem sein kann. ein und dasselbe objekt kann als EF genutzt werden, gewerblich, als mietobjekt oder auch temporär leerstehen.
warum ist der vollwärmeschutzgedämmte nachbar, der die neuen kunststoffenster den ganzen tag kippt, der bessere klimaschützer als der, der im altbau nur seine kernzonen heizt und den rest diffussionsoffen temperiert?

grünes versagen

es stört mich extrem, dass gerade die grünen als "profis" auf diesem gebiet sich vom zahlenfetischismus der bauindustrie blenden lassen.
das ergebnis wird ein murks sein wie bei der glühbirne - da lief es ja ähnlich. hehre ziele und am ende steht giftiger sondermüll, der im restmüll (oder anderswo im ganges) landet.

die folge solcher auflagen sind klar: kurzfristige ankurbelung des baustoffhandels, langfristig zerstörung wertvoller bausubstanz (holzfenster, stuck), und unterm strich ist die mögliche energieeinsparung deim EF-haus nichts gegen den energieverbrauch der konsumramsch produzierenden industrie.

technisch und ökologisch fragwürdig - rechtlich totalitär.
niemand kann mir vorschreiben, welchen pullover ich anziehe, ebenso ist es doch eher meine sache, welches - verantwortungsbewusste - heizkonzept ich für mein objekt habe.

polystyrol kommt darin nicht vor!

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