Quizfrage: Wer steht auf der dunklen Seite des Forums?

29. Februar 2012, 17:08

Die Funktion "Posting melden", umsichtig genutzt

Ganz still und stumm, mit großen, unschuldigen Augen stehen zwei Sätze in unseren Community Richtlinien herum: "Postings melden: Melden Sie uns bitte Postings, die den Forenregeln widersprechen. Ziel ist es nicht, die freie Meinungsäußerung zu unterbinden, sondern ein Diskussionsklima zu schaffen, in dem sich jeder und jede gerne an einer solchen Meinungsäußerung beteiligt."

Ausgehend von dieser Prämisse wollen wir nun zwei Texte zuordnen, die beim Artikel "Assad hält Referendum trotz Gewalt ab" eingeschickt wurden. Der eine ist ein freigeschaltetes und später gemeldetes Posting, der andere sind die sachlichen Worte, die die Meldung des betreffenden Postings begleiten.

Newspeech schreibt:

"Natoficksau ist böse,Natoficksau darf nicht friedenbomben,RU und China hindern Natoficksau am Friedenseinsatz.Warum versucht ihr mit angestellten Propagandasockenpuppen in einem kontrollierten Judenpropagandablatt'l von und zu Bilderberg zu diskutieren?Diese Propagandascheisse der Nachfolger der Ehrenburgs,Friedmans,Grossmans und Rosenbergs?"

Honzo1122 schreibt:

"Wieviele hat das Regime in Syrien bisher ermorden lassen?
Wieviele sind vermisst?
Wieviele unrechtmässig eingesperrt?
Wieviele gefoltert worden und an Folter gestorben?
Wieviele Häuser zerstört?"

Doch was ist nun das Posting und was die Meldung, was die Bedrohung des Diskussionsklimas und was der Rettungsversuch?

Lösung A: Das den Forenregeln widersprechende Posting ist der Text von Newspeech und ging durch einen bedauerlichen Fehler unsererseits online. Honzo1122 will die Diskussion auf eine sachliche Ebene zurückführen und meldet das Posting (zur Überprüfung hier klicken).

Lösung B: Das inkriminierte Posting ist der Text von Honzo1122. Newspeech meldet dieses, weil er ein Diskussionsklima schaffen will, in dem sich jede/r gerne an der Meinungsäußerung beteiligt (zur Überprüfung hier klicken).

Mit der Beantwortung der Frage können Sie zugleich Ihr forologisches Alter bestimmen! (ZensorIn, derStandard.at, 29.2.2012)

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So wie ich die Foren des Standard in den letzte Monaten kennengelernt habe, tippe ich traurig, aber sicher auf Antwort "B".

Mehr gibt es zum Niveau gerade im Bezug auf den Großteil der Postings zu Nahost, Nordafrika, Russland oder Iran nicht zu sagen. Dort greift ein fast religiöser Wahn um sich, der seinen Vergleich selbst in der "Krone" nicht finden wird.

zur meldung von honzo1122

kann ich nicht verstehen, schon gar nicht denjenigen der ihn(nicht nur ihn) diffamiert.

http://derstandard.at/plink/133... id25091223

fuer interessiert, ansonsten recht langweilig, denn die vorwuerfe und unterstellungen sind immer die gleichen: jeder andersdenkende zu libyen, syrien,....ist gleich ein bezahlter kampfposter von der NATO.....usw.usf. um es mal mit "schwachen" worten zu beschreiben.

hm

hier gibt's tatsächlich leute, die postings melden, in denen man auf die gefahr einer diktatur hinweist und ihre methodik der pursten Form der Unmenschlichkeit? Hochinteressant, aber dass hier sehr einfach gestrickte Typen mit dabei sind, weiß ich eh, von daher...

das sind dieselben, die dann bei uns einen "systemwechsel" fordern und zu stimmenenthaltung aufrufen und behaupten dass es bei uns "eh nicht anders ist als in tschetschenien".

das ist nur ein kleiner haufen jämmerlicher clowns.

Die Zensurarbeitsplätze könnten eigentlich eingespart werden.

WEG MIT DER ZENSUR!

ich finde, in zukunft sollte nur mehr geschwärzt werden!

(machen wir's doch wie die großen ;O)

geschwärzt wäre schön, ja

Nach einigen Jahren des postens (erzwungener Weise unter immer wieder wechselnden Nicks, leider) habe ich Kontakt zu einigen Postern, und denke daher die Aussage treffen zu können:

Das Problem des Standard ist, daß vergessen wurde, dass eine Zeitung die Aufgabe hat Nachrichten zu transportieren und nicht Meinung zu machen bzw. zu manipulieren.

Die Willkür der Zensiererei hier spricht für jeden altgedienten Poster Bände.

Gleichzeitig wird mit aller macht die Qualität der Berichterstattung in den Keller getrieben. Abgesehen von Copy-Paste ohne Korrekturlesen, wird ultimativ Wertlosem auf Schulaufsatzniveau a la V.Diethelm nicht nur immer mehr Raum geboten sondern jede Art von Kritik unterbunden.
Ohne "Pfuigack"-Diktion als Ausrede.

Ich lese auch hauptsächlich die Postings, sind meist wertvoller als die Artikel, und poste selber nur noch wenn ich meine Finger gar nicht bremsen kann.

Armer, armer Standard.......

Mir ist schon klar, dass gesetzwidrige Texte zensiert werden.

Aber mal ehrlich, findet ihr nicht, dass die Rot/Grün-Strichelung aussreicht? Man könnte ja das Feature einbauen, dass ab einem gewissen Rot-Anteil der Kommentar nur noch auf Wunsch angezeigt wird, aber prinzipiell würde sich sowas dann doch eh von selbst regeln, ohne dass man euch "Zensur der freien Meinung" vorwerfen könnte.

Möchte-gern-Trolle, die glauben sie sind anonym, wirds immer geben, aber hey es gibt auch Partein die eine nicht wirklich erwachsene Meinung vertreten, und die werden auch nicht zensiert.

Lasst doch einfach das "Geschenk" der "freien Meinung" sein, erfolg wird jemand der so vulgär schreibt sowieso nie haben...

Warum ausblenden, "nur" weil rot?

Ist zwar eher die Ausnahme, aber gerade bei heiklen Themen gibt es oft kontroverse, sehr negativ bewertete Meinungen, die aber an und für sich gut argumentiert sind. Da die rot/grün Bewertung aber defacto "bloß" die vorherrschende Meinung indiziert, würden (mitunter) wertvolle Postings verloren gehen.

Klar ist viel Müll dabei, aber das sollte für den halbwegs reifen Leser doch kein Grund für Zensur darstellen, oder?

der standard hat

wohl auch eine medienrechtliche verpflichtung, nicht alles online gehen zu lassen. da die poster anonym sind und nicht greifbar, ist afaik der betreiber der website fuer den inhalt der postings verantwortlich.

je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger bin ich für ein verbergen von sehr rotegestrichelten kommentaren.
in vielen fällen ist es ja ordentlicher blödsinn, der ebenso ordentlich rot bekommt, aber bei vielen themen wird hemmungslos auf andere meinungen losgegangen (u.a. raucher/nichtraucher, apple/google/firefox/microsoft/linux (in wechselnden kombinationen), usa (und israel)/gegner der usa (und israels) etc.) und da möchte ich nicht nur die kommentare der gerade stärker vertretenen gruppe lesen bzw auf den ersten blick vor mir haben und mir die gegenposition erst mühsam posting für posting erklicken müssen.

Honzos "sachliche" Fragetechnik

Honzo1:
"1. Welche Waffen werden eingesetzt und wie genau kann man mit den eingesetzten Waffen zielen?
2. Wie gut ist die Intelligenz über die FSA, die Aufklärung?
3. Warum sind dann so viele Zivilisten getroffen worden?
4. Warum ist der Widerstand dann noch so stark wie gestern bei der Abwehr der Regimetruppen?"

Wer soll das beantworten können und wollen..

Honzo2:
"Bei jeder noch so simplen und einfachen Frage kippt ihr Kartenhaus zusammen.

Waffen?
Genauigkeit?
Aufklärung?
Opfer?
Schäden?

Das sind 5 Aspekte und sie können auf keinen einzigen eingehen.
Schwache haltlose Behauptungen ihrerseits wenn sie keine Argumente haben."

Wenn ich ohnehin schon schlecht aufgelegt bin,

vermeide ich es eher, nach dem Artikel noch weiter zu den Kommentaren zu scrollen, weil etwa 7/8 der Postings dazu geeignet sind, einem den Tag endgültig zu verderben.

Manchmal ist es jedoch bereits zu spät, wenn man nach der Überschrift des Artikels weiter gelesen hat.

also mit meinem premium account geht bei mir jedes post durch

Ihr zerstört euer eigenes Forum.
Und mehr an "Freiheit" als ihr denken könnt'.

Die Beispiele oben, mit den "ansprechenden" Formulierungen ausgewählt?

Stimmungsmache.

Die guten Schreiber, die "sachlich" für den guten Krieg argumentieren, die bösen Schreiber, die unkontrollierte Ausbrüche gegen den Krieg von sich geben.

Wieviele sachliche postings habt ihr geschluckt oder wieder gelöscht? Unmengen und damit doch auch Erfolg gehabt, etliche haben sich verabschiedet.

Ihr schadet euch selbst mehr als ihr im Moment erfassen könnt.

nein

da ist sowieso nichts mehr zu retten, das kann sich der Standard ja aus den Postings und den Bewertungen herauslesen

Es geht nebst geldwertem Betrieb des Onlinebereichs auch darum, daß die Printausgabe noch Glaubwürdigkeit besitzt

Für die Printleser, die sich hier in die Onlineausgabe verirren, muß das Bild gepflegt werden

weil denen ja sonst die Augen übergehen, wenn bei identen Texten das Gros der Online-Leserschaft mit Puls 180 auf den Barrikaden ist

Im Grunde stellt die Zeitung ihre Texte im Internet auf den Prüfstand gegenüber der mit viel höheren Ressourcen als drei APA-Maxln ausgestatteten Schwarmintelligenz - und das ist zunehmend Bumerang

Es muss eine gewisse Form gewahrt werden sonst

braucht man nicht mehr weiter zu diskutieren. Viele meiner Postings kommen nicht durch, obwohl ich nur bei wenigen weis wieso, aber dennoch bin ich für eine gewisse Kontrolle.
Ein Forum ist wie die Demokratie selbst, sie braucht Freiheit aber auch Rahmenbedingungen nur Gesinnungsgesetze braucht sie nicht und schon gar keine die die Wissenschaft einschränken solange kein echter Moralbruch vorliegt.

mit jedem artikel dieser art, und davon gibt es täglich mehrere, wird die aufgabe der medien als propagandainstrument offensichtlicher - was wiederum dazu betragen könnte, daß die menschen endlich aus dem dogma "demokratie" aufzuwachen beginnen und das spiel durchschauen.

insofern: weitermachen;-)

Der Standard

lebt halt auch zum größten Teil von der Presseförderung - da muss man sich schon erkenntlich zeigen.

Liebe derStandard Redaktion...

...ein paar Fragen und Anregungen:

Warum gibt es noch immer nicht die Möglichkeit auch die Artikel selbst zu bewerten( von vielen Postern schon oft gefordert)? Würde vielleicht die Anzahle der C&P Artikel von APA senken und die Qualität auf Dauer heben.

Sehr viele der geneigten Leser sind überhaupt nur wegen der Postings hier, die zuweilen sehr viel ausführlicher und mit besseren Quellen versehen sind als die Artikeln selbst. Warum gibt es noch kein Forum für die Postings Gemeinschaft um sich abseits der Artikeln austauschen zu können? Diese Online-Zeitung lebt zum Großteil von den Postern, vergesst das nicht!

Und letztendlich: Kategorie "dasSubstandard", für ganz schlechte Artikeln zum Hineinvoten!

Hat es ja gegeben,

den Standard Chat, der im Februar 2008 ohne vorherige Ankündigung grund- und kommentarlos eingestellt wurde. Nach fast 10 jähriger Laufzeit!

wäre ich der Standard, würde ich ganz sicher keine Bewertung der Artikel erlauben.
Der Standard stellt die Artikel und das Forum zur Verfügung, das sollte reichen.
Und ich lese den Standard nicht wegen der Postings. Nur für die Statistik. Ich lese den Standard wegen der Artikel, und poste weil es ein gutes Forum ist.

Ich lese den Standard...

...ebenso wegen der Artikel, aber eben AUCH wegen der großen Postergemeinschaft.

Sehr oft bin ich schon durch Postings auf weiterführende Quellen und Artikel aufmerksam gemacht worden und manchmal, ja, ich gebe es zu, klicke ich nur auf die Artikel weil mich die Postings interessieren, und nicht der Artikel.

Eine Umfrage unter der Community wäre wirklich einmal interessant, wie viele Artikeln nur wegen der Postings gelesen werden. Wäre sehr gespannt auf das Ergebnis, ich tippe so auf 25 bis 30 %.

Bitte warum kann man Artikel nicht bewerten....

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