Regime und Mon-Rebellen schließen Waffenstillstand

27. Februar 2012, 12:34
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Regierung sagt Gefangenen-Freilassung zu

Rangun/Bangkok - Die burmesische Regierung hat sich mit einer Rebellengruppe der Mon-Minderheit auf einen Waffenstillstand geeinigt, wie das englischsprachige Regierungsorgan "The New Light of Myanmar" am Montag berichtete. Eine Regierungsdelegation unter Leitung von Eisenbahnminister Aung Min habe das Abkommen mit der "Neuen Partei des Mon-Staates" ausgehandelt. Ein 1995 mit der "Nationalen Befreiungsarmee" der Mon geschlossener Waffenstillstand war 2010 gebrochen worden.

Das Abkommen sieht nach Regierungsangaben die Freilassung von Gefangenen, die Aufnahme eines "politischen Dialogs" und Zusammenarbeit im Gesundheits- und Erziehungsbereich vor. Dem burmesischen Militärregime, das sich inzwischen einen zivilen Anstrich gegeben und eine Liberalisierung eingeleitet hat, wurde jahrzehntelang brutale Verfolgung von ethnischen Minderheiten angelastet, die rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung des südostasiatischen Landes ausmachen. Die wichtigsten nichtburmesischen Völker sind die Karen, Shan, Kachin, Chin und Mon. Teile des burmesischen Staatsgebiets werden von ethnischen Rebellenarmeen kontrolliert. Zahlreiche Mon sind nach Thailand geflüchtet.

Burmas Demokratie-Ikone Aung San Suu Kyi will bei ihrer ersten Auslandsreise nach mehr als 20 Jahren zuerst nach Norwegen reisen. "Ich habe immer gesagt, Norwegen wäre das erste Land, das ich besuche, weil die Norweger so viel für uns getan haben", sagte die Friedensnobelpreisträgerin und Vorsitzende der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) im Gespräch mit asiatischen Journalisten, wie die thailändischen Zeitung "The Nation" am Montag berichtete. Die Politikerin, die 16 Jahre in Haft oder unter Hausarrest war, tritt am 1. April bei Nachwahlen zum Parlament als Kandidatin an. Ihr Sieg gilt als sicher. (APA)

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