Wiener Börse schließt am Montag leichter

27. Februar 2012, 17:48
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Negative Vorgaben belasten - Bankenwerte klar im Minus

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 16,32 Punkte oder 0,74 Prozent auf 2.196,29 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 14 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.210 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,15 Prozent, DAX/Frankfurt -0,21 Prozent, FTSE/London -0,32 Prozent und CAC-40/Paris -0,73 Prozent.

Mehrheitlich negative Vorgaben aus Übersee sorgten zu Wochenstart europaweit für Abschläge. Das allgemein sehr hohe Niveau der Ölpreise hatte bereits die Börsen in Asien deutlich unter Druck gesetzt und Sorgen um eine Abschwächung der Weltwirtschaft ausgelöst, hieß es. Ein schwacher US-Handelsstart belastete die Notierungen am Nachmittag zusätzlich, bis zur Schlussglocke konnten der ATX sowie die europäischen Leitbörsen im Zuge der sich erholenden Kurse an der Wall Street einen Gutteil ihrer Verluste wieder wettmachen.

Indessen rückte der G-20-Gipfel vom vergangenen Wochenende in den Blickpunkt. Das Treffen ging allerdings ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende, die Frage um eine Aufstockung des permanenten Rettungsschirms ESM blieb weiterhin ungelöst, hieß es am Markt. Die Anleger hätten sich von den mangelnden Resultaten etwas enttäuscht gezeigt.

Polytec rutschen ab

Ans Ende der Kursliste sackten Polytec ab, die Titel verloren 2,46 Prozent auf 7,17 Euro. Einem Zeitungsbericht zufolge bleibt der Autozulieferer dabei, dass es für 2011 nach drei Jahren Unterbrechung wieder eine Dividende geben wird, auch wenn die Höhe noch nicht bekannt ist. "Es wird hier keine negative Überraschung geben", so Unternehmenschef Friedrich Huemer im "Kurier". Auch im europäischen Branchenvergleich bildete der Autosektor das Schlusslicht.

Daneben waren Bankenwerte europaweit klar im roten Bereich zu finden und auch die heimischen Kreditinstitute gingen mit Kursverlusten aus dem Handel. So fielen Raiffeisen um 0,59 Prozent auf 26,32 Euro. Im Anschluss an die Vorlage vorläufiger Jahreszahlen haben die Analysten der Erste Group ihr Kursziel für die Raiffeisen-Papiere von 35,0 auf 36,0 Euro erhöht, die Anlageempfehlung "Buy" blieb unverändert.

Erste Group gaben um 1,89 Prozent auf 18,15 Euro ab. Zudem notierten OMV (minus 2,17 Prozent auf 28,23 Euro) und Wienerberger (minus 1,65 Prozent auf 9,07 Euro) klar im roten Bereich.

Im Plus konnten hingegen die beiden Indexschwergewichte Telekom Austria (plus 0,26 Prozent auf 8,82 Euro) und voestalpine (plus 0,15 Prozent auf 27,05 Euro) den Handelstag beschließen. Weit oben auf der Liste der Kursgewinner fanden sich zudem die Papiere der Post (plus 1,19 Prozent auf 24,65 Euro) sowie von Schoeller-Bleckmann (plus 1,97 Prozent auf 67,66 Euro). (APA)

Die zehn größten Kursgewinner


      1. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG       +3,23 Prozent
      2. INTERCELL AG                      +3,14 Prozent
      3. VORARLBERGER KRAFTWERKE AG        +2,53 Prozent
      4. S IMMO AG                         +2,06 Prozent
      5. SCHOELLER-BLECKMANN AG            +1,97 Prozent
      6. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG    +1,57 Prozent
      7. OESTERR. POST AG                  +1,19 Prozent
      8. TEAK HOLZ INT. AG                 +0,29 Prozent
      9. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG       +0,29 Prozent
     10. TELEKOM AUSTRIA AG                +0,26 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


      1. BRAIN FORCE HOLDING AG            -8,05 Prozent
      2. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG        -7,21 Prozent
      3. POLYTEC HOLDING AG                -2,46 Prozent
      4. UNIQA VERSICHERUNGEN AG           -2,44 Prozent
      5. OMV AG                            -2,17 Prozent
      6. RHI AG                            -1,96 Prozent
      7. ERSTE GROUP BANK AG               -1,89 Prozent
      8. WIENERBERGER AG                   -1,65 Prozent
      9. SEMPERIT AG HOLDING               -1,49 Prozent
     10. BWT AG                            -1,38 Prozent
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