Clinton lehnt Waffenlieferungen an Aufständische ab

27. Februar 2012, 06:41
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Die US-Außenministerin fürchtet eine Weitergabe an die Al-Kaida und Hamas

Washington - US-Außenministerin Hillary Clinton hat Waffenlieferungen an die Aufständischen in Syrien abgelehnt. "Wir wissen einfach nicht, wen wir da bewaffnen würden", sagte Clinton dem US-Sender CBS am Sonntag bei einem Besuch in Marokko. Es gebe die Gefahr, dass die Waffen dem Terrornetzwerk Al-Kaida oder der radikalislamischen Hamas in die Hände fallen könnten. Beide Organisationen hätten den Aufständischen in Syrien Unterstützung zugesagt. "Werden wir Al-Kaida in Syrien unterstützen?", fragte Clinton mit Blick auf mögliche Waffenlieferung. "Werden wir die Hamas unterstützen?"

Jüngst hatte sich in den USA unter anderem der republikanische Senator John McCain dafür ausgesprochen, über Waffenlieferungen an die Aufständischen nachzudenken. Sie habe vollstes Verständnis für Forderungen, etwas zum Ende des Syrien-Konflikts zu tun, sagte Clinton. "Manchmal kostet es Zeit und Menschenleben, um brutale Regime zu stürzen. Ich wünschte, das wäre anders."

Clinton verwies darauf, dass die Lage in Syrien ganz anders sei als in Libyen. Dort habe es eine "Operationsbasis" der Rebellen in Benghazi gegeben und eine Vertretung "der gesamten Opposition", die gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi gekämpft habe. (APA)

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