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Bei der 84. Oscar-Gala hielt Hollywood nostalgisch Rückschau auf sich selbst: Der französische Film ohne Worte, "The Artist", wurde thematisch passend zum Gewinner gekrönt - Ergreifende Momente blieben dennoch rar
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Von einem, der als Entertainer zur Zeit in den USA reüssiert - und dies daheim in Frankreich in vielerlei Maskierungen schon seit langem tut
Irgendwelche Sensationen oder Überraschungen sind dieses Jahr dann ja wohl ausgeblieben. Aus persönlicher Sicht nicht verstehen kann ich allerdings die Oscars für Octavia Spencer aus The Help, wo ihre Schauspielleistung absolut unauffällig und in keiner Weise bemerkenswert ist, sowie Rango bei den Animationsfilmen.
Vermutlich die langweiligste Show aller Zeiten. Billy Crystal ist ein Zombie, Angelina Jolie hefti unterernährt und die Academy offensichtlich von Sinnen, wenn sie hemmungslos Männchen an Schrott wie Hugo verteilt.
Eine inhaltslose Plastikhüllenveranstaltung.
Na geh - “Hugo“ hat eh nur in technischen Disziplinen gepunktet, bei allen wesentlichen Kategorien war “The Artist“ völlig zu recht erfolgreich.
Die Jolie hatte allerdings wirklich früher eine viel nettere Figur.
Den Kristallbilly fand ich schon ganz ok.
Also das gerade ein Stummfilm gewonnen hat ist bezeichnend für unsere Welt. Was haben wir in den 1970er und 80er Jahren nicht für Visionen gehabt gerade im Bereich Technik und somit auch im Bereich Film. Plötzlich sollen all die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte nichts zählen. Man hat Angst vor all dem was wir alle in Gedanken erschaffen haben und kluge Köpfe in die Realität gebracht haben.
Lang und auch andere grosse des Stummfilms hatten mit Ihren Werken Visionen der Zukunft geschaffen jetzt gehen wir mit diesem Film zurück hinter diesen Visionen.
Stummfilme waren früher Anspruchsvoll, und voller Visionen der Zukunft, da kann The Artist nicht mit. Teilweise Platten Remininszens Szenen. Keine Visionen sind darin zu finden.
Geh Unsinn - der Film ist eine Verbeugung vor der Stummfilmära, und ein Beweis dafür, dass man mit einer gut erzählen Geschichte noch nicht mal Dialoge braucht um sich von CGI-Schlachten wie “Avatar“ abzusetzen, oder eben auch “Hugo“ .
Nicht missverstehen, letzterer ist bestimmt ein netter Film und Meilen besser als der “Avatar“-Mist, aber es wäre ein Fehler gewesen etwas anderes als den nur als extrem mutig zu bezeichnenden (schwarzweiß! Stumm!! Keine Action!!! In den USA!!!!) “The Artist“ als Best Picture zu krönen - die einzig richtige Entscheidung.
Ersteres ist eine Behauptung von dir, ich sehe das anders:
Es geht um das Ende der Stummfilmzeit anhand davon betroffener Menschen, da kommt schon mal thematisch zwangsläufig kein “Metropolis“ raus.
Und “gemacht“ (falls wir das selbe darunter verstehen) ist er ausgezeichnet.
Es gab übrigens eine Menge realer Stummfilmstars, denen es exakt so erging wie der Hauptfigur, aus ähnlichen Gründen (Sprachfehler, Piepsstimme etc.) oder auch nicht - sie wurden obsolet.
Und daher ist es auch eine Verbeugung vor ihnen.
Wo bitte steht geschrieben, dass alles immer eine Vision der Zukunft sein muss?
Es ist eben eine Hommage an die Stummfilmzeit. Viele große Filme sind so angelegt und ganz wunderbar. Woody Allens Filmschaffen ist mindestens zu 50 % eine andauernde Hommage an New York City - das sind keine Visionen sondern Ehrerbietungen.
Und wenn Sie Visionen haben wollen, dann müssen Sie halt zu Roland Emmerich Filmen pilgern - da gibt's dann reichlich "Zukunftsmusik".
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