Stummfilmhelden, Spätzünder und Lady Meryl

Ansichtssache
27. Februar 2012, 08:23
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foto: reuters/gary hershorn

Zudem heimste die französische, in Schwarz-Weiß gedrehte Stummfilm-Hommage die Auszeichnungen für den besten Film, die besten Kostüme und die beste Originalfilmmusik ein. Beim Finale nebst Darstellerin Bérénice Bejo auf der Bühne dabei: Hund Uggie.

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Da gewinnt der James Earl Jones einmal
einen Oscar für sein Lebenswerk und
keiner berichtet drüber

und was war

ausser das er in vielen filme mitgewirkt hat seine leistung? irgendwelche besonderen darstellungen waren ja gerade nicht dabei, imho?

Das lustigste bei der Oscar Verleihung war das hier:

the dictator
http://youtu.be/mhAg0COnqds

Ist diese "Oscar-Sekte" nicht überflüssig?

Auf jeden Fall überflüssiger als vieles Andere ...

schön, dass es "unwichtigkeiten" gibt auf der welt...

und einmal im jahr sollte sich die unterhaltungsindustrie auch selbst feiern dürfen, ohne miesepetrige kommentare.

Grundsätzlich bei Ihnen, aber für die Beschreibung "miesepeter" erhalten Sie ein wunderschönes "oberlehrerhaftes" Verhalten ;-)

akzeptiert - setzen!! :-)

lol, danke ... ich sitz ja schon ... nein, nicht mit gesiebter Luft!

Super wars, haben aus der Ferne den Red Carpet erblickt.

Wenig Überraschungen

Irgendwelche Sensationen oder Überraschungen sind dieses Jahr dann ja wohl ausgeblieben. Aus persönlicher Sicht nicht verstehen kann ich allerdings die Oscars für Octavia Spencer aus The Help, wo ihre Schauspielleistung absolut unauffällig und in keiner Weise bemerkenswert ist, sowie Rango bei den Animationsfilmen.

Vermutlich die langweiligste Show aller Zeiten. Billy Crystal ist ein Zombie, Angelina Jolie hefti unterernährt und die Academy offensichtlich von Sinnen, wenn sie hemmungslos Männchen an Schrott wie Hugo verteilt.

Eine inhaltslose Plastikhüllenveranstaltung.

Na geh - “Hugo“ hat eh nur in technischen Disziplinen gepunktet, bei allen wesentlichen Kategorien war “The Artist“ völlig zu recht erfolgreich.

Die Jolie hatte allerdings wirklich früher eine viel nettere Figur.

Den Kristallbilly fand ich schon ganz ok.

Den Oscars fehlt schon länger der spezielle Drive, heuer ganz besonders.

Dafür wird "Drive" ähnlich wie "the Wrestler" vor ein paar jahren ein Kultfilm auf lange Sicht gesehen.

Mehr wert wie ein Oscar, ausserdem hat er ja in Cannes gewonnen, wohl auch mehr wert wie ein Oscar.

wie wahr

ryan gosnling hätte sich dieses jahr eigentlich schon so ein goldenes ding verdient.

Stummfilm

Also das gerade ein Stummfilm gewonnen hat ist bezeichnend für unsere Welt. Was haben wir in den 1970er und 80er Jahren nicht für Visionen gehabt gerade im Bereich Technik und somit auch im Bereich Film. Plötzlich sollen all die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte nichts zählen. Man hat Angst vor all dem was wir alle in Gedanken erschaffen haben und kluge Köpfe in die Realität gebracht haben.
Lang und auch andere grosse des Stummfilms hatten mit Ihren Werken Visionen der Zukunft geschaffen jetzt gehen wir mit diesem Film zurück hinter diesen Visionen.
Stummfilme waren früher Anspruchsvoll, und voller Visionen der Zukunft, da kann The Artist nicht mit. Teilweise Platten Remininszens Szenen. Keine Visionen sind darin zu finden.

die leut sehnen sich vllt nach jahren des immer megalomanischeren tschimmbumm ohne geschichte nach mehr geschichte ohne tschimmbumm....

Geh Unsinn - der Film ist eine Verbeugung vor der Stummfilmära, und ein Beweis dafür, dass man mit einer gut erzählen Geschichte noch nicht mal Dialoge braucht um sich von CGI-Schlachten wie “Avatar“ abzusetzen, oder eben auch “Hugo“ .
Nicht missverstehen, letzterer ist bestimmt ein netter Film und Meilen besser als der “Avatar“-Mist, aber es wäre ein Fehler gewesen etwas anderes als den nur als extrem mutig zu bezeichnenden (schwarzweiß! Stumm!! Keine Action!!! In den USA!!!!) “The Artist“ als Best Picture zu krönen - die einzig richtige Entscheidung.

Kann man so sehen

Allerdings ist es dann eine schlecht gemachte Verbeugung und keinen Oscar wert. Also an die grossen Stummfilme eines Chaplins oder Lang kommt er nicht im entferntesten heran.

Ersteres ist eine Behauptung von dir, ich sehe das anders:
Es geht um das Ende der Stummfilmzeit anhand davon betroffener Menschen, da kommt schon mal thematisch zwangsläufig kein “Metropolis“ raus.
Und “gemacht“ (falls wir das selbe darunter verstehen) ist er ausgezeichnet.

Es gab übrigens eine Menge realer Stummfilmstars, denen es exakt so erging wie der Hauptfigur, aus ähnlichen Gründen (Sprachfehler, Piepsstimme etc.) oder auch nicht - sie wurden obsolet.
Und daher ist es auch eine Verbeugung vor ihnen.

Irgendwie ein klassischer fall von überinterpretation.

Dafür ist es ein Film mit großer Schauspielkunst. Oder wollen sie das von zB Avatar auch behaupten? :-)

Wo bitte steht geschrieben, dass alles immer eine Vision der Zukunft sein muss?

Es ist eben eine Hommage an die Stummfilmzeit. Viele große Filme sind so angelegt und ganz wunderbar. Woody Allens Filmschaffen ist mindestens zu 50 % eine andauernde Hommage an New York City - das sind keine Visionen sondern Ehrerbietungen.

Und wenn Sie Visionen haben wollen, dann müssen Sie halt zu Roland Emmerich Filmen pilgern - da gibt's dann reichlich "Zukunftsmusik".

Wo bitte steht geschrieben, dass alles immer eine Vision der Zukunft sein muss?

Super, und das von einer Kassandra.
Ein ganz großes Rotfl!
:-)

naja, das nenn ich dann halt eine fundierte meinung zu visionen, wie es nur eine kassandra kann.

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