KAC gleicht aus - Zagreb ist durch

Klagenfurter besiegen Red Bull Salzburg mit 4:2 und stellen in der Serie auf 2:2 - Zagreb lässt Znojmo hinter sich - Caps verlieren gegen Linz

Wien - Der KAC hat in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) im Viertelfinal-Duell mit Titelverteidiger Red Bull Salzburg den Gleichstand geschafft. Die Kärntner gewannen am Sonntag mit 4:2 auch ihr zweites Heimspiel und stellten in der "best of seven"-Serie auf 2:2. Spiel fünf steigt am Dienstag (19.15) in Salzburg.

Nach der überharten Partie am Donnerstag waren die Schiedsrichter sichtlich bemüht, Härteeinlagen im Keim zu ersticken. Trotzdem entwickelte sich von der ersten Minute an ein emotionales und temporeiches Spiel, in dem der KAC in Führung ging. Nikolaus Holzer brachte die "Rotjacken" mit seinem ersten EBEL-Treffer mit 1:0 voran (14.). In ihrem ersten Powerplay gelang den Salzburgern durch Ramzi Abid der Ausgleich (19.).

Im Mitteldrittel nützte dann auch der KAC durch John Lammers sein fünftes Überzahlspiel (29.), Manuel Geier erhöhte in der 43. Minute auf 3:1. Die Roten Bullen kämpften sich aber noch einmal zurück. Rob Earl sorgte durch seinen Anschlusstreffer (56.) für eine spannende Schlussphase, doch Lammers fixierte in der Schlussminute in Unterzahl mit einem Treffer ins leere Tor den Endstand. Für Salzburg war es die neunte Auswärtsniederlage in Folge.

Beide Teams waren wegen Sperren und Verletzungen stark ersatzgeschwächt angetreten. Die Kärntner mussten ohne Thomas Koch, Mike Siklenka (beide gesperrt), Andrej Sjuschin, Tyler Spurgeon, Herbert Ratz und Kirk Furey (alle verletzt) antreten und baute daher ausschließlich auf österreichische Verteidiger. Bei Salzburg fehlten Daniel Welser, Manuel Latusa, Rob Davison (alle gesperrt), Jeremy Williams, Danny Bois und Johannes Bischofberger (alle verletzt).

Zagreb macht den Sack zu

Medvescak Zagreb hat als erste Mannschaft das Halbfinale erreicht. Die Kroaten besiegten am Sonntag auswärts den HC Znojmo mit 5:4 und entschieden damit die "best of seven"-Viertelfinalserie mit 4:0-Siegen für sich.

Zeichen stehen auf Linz

Die Vienna Capitals haben das vierte Spiel gegen den EHC Linz 1:3 (0:0,1:1,0:2) verloren und stehen im nächsten Spiel am Dienstag (19.15) in Linz bereits unter Siegzwang. Die Linzer führen in der Serie mit 3:1-Siegen und benötigen nur noch einen Erfolg. Vor 7.000 Zuschauern im restlos ausverkauften Eissportzentrum Kagran hatten die Heimischen über weite Strecken mehr Spielanteile, scheiterten aber an der schlechten Chancenverwertung.

Die Capitals waren vor allem in den ersten zwanzig Spielminuten die überlegene Mannschaft, konnten allerdings aus ihren Möglichkeiten kein Kapital schlagen bzw. scheiterten immer wieder am ausgezeichneten Linz-Goalie Westlund. Die etwas überraschende Führung der Linzer durch Keller in numerischer Überlegenheit (36.) konnte Ferland 44 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels, ebenfalls im Powerplay, noch egalisieren.

Als Baumgartner jedoch elf Minuten vor dem Ende die erneute Führung für die Gäste erzielte, fanden die Wiener kein Mittel mehr, um die kompakte Abwehr der Linzer zu durchbrechen. Der Treffer von Hisey ins leere Caps-Tor eine Minute vor dem Ende besiegelte die Heimniederlage der Caps.

Ergebnisse EBEL Eishockey Liga Playoff 26. Februar 2012:

  • Vienna Capitals - EHC Liwest Linz 1:3 (0:0,1:1,0:2). Wien, Eissportzentrum Kagran, 7.000 (ausverkauft), SR Berneker/Smetana.
    Tore: Ferland (40./PP) bzw. Keller (36./PP), Baumgartner (49./PP), Hisey (59./EN).
    Strafminuten: 12 bzw. 14.
    Stand in der Viertelfinal-Serie: 1:3
  • KAC - Red Bull Salzburg 4:2 (1:1,1:0,2:1). Klagenfurter Stadthalle, 4.788, SR Kellner/Kincses.
    Tore: Holzer (14.), Lammers (29./PP, 60.(SH und emtpy net), M. Geier (43.) bzw. Abid (19./PP), Earl (56.).
    Strafminuten: 10 plus 10 Disziplinar Schellander, Chiodo bzw. 12 plus 10 Disziplinar Trattnig.
    Stand in der Serie: 2:2.
  • HC Znojmo - Medvescak Zagreb 4:5 (0:2,0:1,4:2). Znojmo, 2.636, SR Fussi/Trilar.
    Tore: Seda (48.), Havlik (49., 60./PP), Boruta (58.) bzw. Siddall (5./PP), Kinasewich (14.), Naglich (28./PP), Day (56./PP), Pokulok (56./PP).
    Strafminuten: 29 plus Spieldauerdisziplinar Waugh und Danton bzw. 28 plus Spieldauerdisziplinar Trukhno plus 10 Disziplinar Sijan.
    Endstand in der Serie: 0:4
  • Olimpija Ljubljana - Fehervar 6:4 (0:1,3:1,3:2). Ljubljana, 4.200, SR Falkner/Veit.
    Tore: Hughes (25./PP, 53.), Cole (25./PP), Dervaric (34./PP), McBride (43.), Taylor (58.) bzw. Johansson (18./PP2), Sikorcin (27.), Klassen (50./PP), Ladanyi (56./PP). Strafminuten: 16 plus 10 Disziplinar Hughes bzw. 16.
    Stand in der Serie: 2:2.
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