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MARGARITA LÓPEZ MAYA (60) ist Sozialhistorikerin an der Zentraluniversität in Caracas. Bei der Parlamentswahl am 26. September 2010 kandidierte sie erfolglos um ein Parlamentsmandat.
Nach einer mehrstündigen Rede machte sich Venezuelas Präsident Hugo Chávez vergangene Woche auf zu seiner Krebs-OP nach Kuba.
***
Standard: Jetzt, wo die Erkrankung des Präsidenten offenbar doch ernster ist als ursprünglich zugegeben, müsste doch langsam die Frage der Nachfolge aufkommen.
López Maya: Das ist ein Tabuthema in der Sozialistischen Einheitspartei, was aber nicht heißt, dass hinter vorgehaltener Hand nicht doch alle darüber reden. Chávez' Regierungsstil ist absolut personalistisch, in den letzten Jahren hat er sich zum Übermenschen aufgeschwungen, und ich vermute, dass er in eine Art Machtdelirium geriet und sich für unsterblich hielt. Diesen Rückschluss ziehe ich jedenfalls aus seinem jüngsten Eingeständnis, auch er sei sterblich. Trotzdem heißt das nicht, dass er die Nachfolgerdebatte erlaubt. 2007 kam das Thema schon einmal auf, nachdem Chávez das Wiederwahlreferendum verloren hat. Doch das war dann schnell vom Tisch, als er 2009 die unbegrenzte Wiederwahl per Kongressvotum durchsetzen konnte.
Standard: Ist denn in den 13 Jahren unter Chávez kein möglicher Nachfolger herangewachsen?
López Maya: Doch, aber alle möglichen Rivalen wurden ausgebootet. Das ist übrigens nicht neu in der Geschichte Venezuelas. Sogar in der Demokratie blieb der Personalismus stets ein bestimmendes Merkmal, etwa unter den Präsidenten Rafael Caldera, Rómulo Betancourt und Carlos Andrés Pérez. Auch sie haben durch ihr Ego keinen Nachfolger heranwachsen lassen. Chávez hat eine lange Liste von Aspiranten, die in Ungnade fielen, angefangen beim ehemaligen Bildungsminister Aristóbulo Istúriz, der erst als Thronfolger galt, aber dann ersetzt wurde durch den Bruder des Präsidenten, Adán, und den ehemaligen Vizepräsidenten Jorge Rodríguez. Bis auch sie in Ungnade fielen.
Standard: Das hört sich sehr monarchistisch an. Wie funktioniert denn Chávez' innerer Zirkel?
López Maya: Der Präsident rotiert fast alle Schlüsselposten ständig und vertraut niemandem außer den Kubanern. Er hat nur wenige venezolanische Berater, die alle schon sehr betagt sind und ihm damit keine Konkurrenz machen, darunter seinen ehemaligen Vizepräsidenten José Vicente Rangel (83), den kürzlich verstorbenen General Müller Rojas, den Direktor der Zeitung Últimas Noticias, Eleazar Díaz Rangel, der auch schon über 70 ist oder Alí Rodríguez, den 74-jährigen Ex-Guerillero und ehemaligen Direktor der staatlichen Erdölgesellschaft PDVSA. Ihren Rat hat er in Krisensituationen immer wieder gesucht. Ansonsten hat er in seinem Umfeld niemand groß werden lassen, sondern sich mit mittelmäßigen, loyalen Jasagern umgeben.
Standard: Und wie steht es um die Militärs, denen Chávez als Ex-Militär ja immer mehr vertraut hat als den Zivilisten?
López Maya: Diosdado Cabello ist eine Brücke zu den Militärs, die der wichtigste Machtfaktor sind. Der Leutnant ist seit dem gescheiterten Putsch von 1992 ein Weggenosse des Präsidenten. 2008 verlor er die Wahl um den Gouverneursposten im Bundesstaat Miranda gegen Henrique Capriles Radonski, der jetzt Einheitskandidat der Opposition gegen Chávez ist. Dann fiel er in Ungnade wegen Korruption, wurde jüngst aber wieder befördert zum Parlamentspräsidenten und Vize-Parteichef. Die Militärs sind nicht marxistisch oder sozialistisch, sondern sie sehen Chávez als Garant eines nationalistischen Staatsprojekts. Wenn es brenzlig wurde für Chávez, haben sie ihm stets aus der Patsche geholfen, daher vertraut der Präsident ihnen. Aber im heutigen politischen Kontext Lateinamerikas ist es praktisch ausgeschlossen, dass die Militärs dauerhaft an der Macht bleiben.
Standard: Und was sagt die Verfassung zur Nachfolge?
López Maya: Laut Verfassung wird er bei Abwesenheit durch Vizepräsident Elías Jaua ersetzt. Er gehört zum ideolgisch radikalen Flügel der Partei und zu den Befürwortern der Enteignungen und der Volksräte. Aber Chávez hat ihm diesmal nicht offiziell die Amtsgeschäfte übergeben. Auch das ist symptomatisch. Er braucht das Gefühl der Macht, selbst noch am Krankenbett. (Sandra Weiss, DER STANDARD, Printausgabe, 27. Februar 2012)
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100%-Propagandaartikel der US-hörigen Opposition, die Venezuela wieder von der US-Botschaft regiert sehen will.
Und Sandra Weiss berichtet wieder aus Puebla,Nordmexiko, kurz hinter der us-amerikanischen Grenze, als Korrespondentin vor Ort.
Hat sich 2002 über den Putsch gefreut, jetzt sorgt sie sich über "loyale Jasager".
Hoffentlich untersucht sie demnächst ihr eigenes Biotop, die ÖVP. Wer weiß, ob es in der Spindelegger-Umgebung nicht auch irgendwo loyale Jasager gibt :-)
Und das gleich mal mit einer unbegrenzten Amtszeit untermauert, da ja aus der Geschichte bekannt, verfssungsrechtliche Machtbeschraenkungen dabei nur stoeren. Was ihm sein Kumpel Fidel (oder sein Kumpel Mahmoud aus dem Iran) sicher gerne bestaetigt.
1. Chavez regiert per Dekret, d. h. er ist mit Vollmachten ausgestattet wie noch kein anderer Präsident vor ihm
2. Die Machtbefugnisse eines Präsidenten in Venezuela sind mit denen des deutschen Bundeskanzlers nicht zu vergleichen
3. Es fehlt jegliche politische Debatte in Venezuela, da Chavez nichts anderes ausser sich selbst und den kub. Geheimdienst duldet bzw. akzeptiert
4. Das Problem löst sich eh von selbst, weil ohne Chavez mit der Robolucion Schluss ist.
5. Jetzt darfst weiterträumen.
"The opposition -
Venezuela is divided into 5 different strata - A, B, C, D, E - A ++ is the
elite of the elite, the boli-bourgeoisie that that Chavez has very
successfully vilified. Chavez doesn't give a shit about these guys. His
base is the D and E.
Capriles Radonski, Leopoldo Lopez, Maria Corina Machado are all the A++ -
way too elitist. They can't win over the chavista vote."
die opposition kann nicht gewinnen, weil jene, denen erst chavez identität und stimme gab, den armen aus den barrios, die absolute mehrheit im land stellen.
so sehen das jedenfalls die gerade von wikileaks aufgedeckten us-schnüffler von stratfor.
http://wikileaks.org/gifiles/d... power.html
Genau, du sollst recht haben. Chavez ist der Gute, alle Anderen sind die Bösen.
Chavez wird sterben, das steht auch da. Chavez ist ein dummer Patient, weil er sich den Anweisungen der Ärzte widersetzt.
So, das ändert aber nichts daran, dass Chavez per Dekret machen kann was er will, also diktatorisch regieren kann. Also, Kokser, was willst jetzt eigentlich?
http://peru21.pe/2012/02/2... ks-2013623
mit maduro als kandidat ist die robolución blödivariana anscheinend durch wunder der, ach so guten, kubanichen medizin verloren,.. endgültig!
außerdem die strata c,d,e,etc. sind nicht so blöd wie die chavistas glauben! selbst die haben mitgekriegt dass es an allem fehlt,.. mitten in einer erdölbonanza
und "el imperio" reicht auch nicht mehr als sündenbock
sagen aber auch das chavez wahrscheinlich gar nicht antreten werden kann und das nicolas maduro der ersatzkandidat wäre. unter diesen bedingungen hatte
der chavismo keine chance.
http://peru21.pe/2012/02/2... ks-2013623
und nicht nur die strata a und b wählen capriles, wie schon im edo. miranda und den letzten wahlen bewiesen, sondern auch c,d und e, denn auch die haben schon begriffen was läuft mit der robolución blödivariana;
unfahigkeit, raub, ineffizienz, warenmangel, höchste inflation südam., divisenkontrolle, beschränkung des eigentums,wachsende kriminalität, selektive enteignung, stundenlange dumme reden, und vor allem lügen, lügen lügen.
Vergleichen Sie ruhig einmal
Schröder_ Wir schaffen Frieden mit militärischen Mitteln.
Der Deutsche Bundeskanzler führte Deutschland in den Krieg
Wie interessant Rafael Caldera, Rómulo Betancourt und Carlos Andrés Pérez sind bei López Maya die grossen Demokraten. Unter den genannten Präsidenten hat es nur eine Demokratie für die Oligarchen gegeben. Jetzt wo das Volk bestimmt wäre es auf einmal nicht mehr demokratisch. Chavez ist der demokratisch gewählte Präsident nur passt das den Reichen Venezuelas nicht und dann nennt man das mit Hilfe der US Medien für Diktatur. In Venezuela war es noch zu keiner Zeit so demokratisch wie unter Chavez! So wie die Diktatur von President Allende in Chile die dann mit Hilfe der USA und dem "Demokraten" Pinochet gestürzt wurde!
was ist denn ihrer meinung nach so demokratisch an einen präsidenten der sich nicht abwählen lässt und seine amtszeit wie castro ad eternum verlängern will?
hättem sie vor chavez in vzla gelebt wären sie sicher anderer meinung!
klar das vorher auch nicht alles rosig war aber jetzt
ist es so undemokratisch, dass es einem die schuhe auszieht.
Das Problem ist, dass Frau López Maya eine Linke ist und auch der ehemalige Chávez-Fan Heinz Dieterich sich schon vor drei Jahren ähnlich ausgedrückt hat.
http://www.zeit.de/2008/41/C... ge/seite-3
Also, die Überschrift passt perfekt.
"Standard: Das hört sich sehr monarchistisch an. Wie funktioniert denn Chávez' innerer Zirkel?"
So monarchistisch wie z.B. in Deutschland. Oder zig anderen Staaten, wo ein starker Chef niemanden aufkommen lässt und sich nur mit Ja-Sagern umgibt?
Also ein bisserl lächerlich ist das jetzt schon. Samma schon ein bisserl verzweifelt Fr. W., dass wir auf solche groteske Kritik verfallen müssen?
Noch dazu wo es genug Kritikpunkte an Chavez gebe, die durchaus sachlich argumentierbar wären.
der vergleich mit d ist natürlich blöd und zeugt von deinem unwissen.
welche hohen politischen ämter haben nochmal die geschwister von merkel und rösler?
und die "zig anderen Staaten, wo ein starker Chef niemanden aufkommen lässt und sich nur mit Ja-Sagern umgibt?" - welche wären denn das?
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