Neue Pfändertunnelröhre nach Pkw-Brand evakuiert

26. Februar 2012, 13:14
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Vorarlberger Autolenkerin war ungefugt in den Baustellenbereich eingefahren - 47 Arbeiter in Sicherheit gebracht

Bregenz - Der Pfändertunnel bei Bregenz musste Sonntagvormittag aus einem ungewöhnlichen Grund vorübergehend gesperrt werden: In der benachbarten zweiten Röhre, die erst im Sommer fertiggestellt wird, war ein Pkw in Vollbrand geraten. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die 47 Arbeiter von der Baustelle in Sicherheit gebracht werden.

Der von einer Frau aus Alberschwende gelenkte Pkw war rund 300 Meter vom Südportal entfernt vermutlich durch einen technischen Defekt in Brand geraten. Sie war unbefugt in den neuen Tunnel eingefahren - nicht das erste Mal: Nach Angaben von Arbeitern musste die "leidenschaftliche Fotografin" schon öfters von der Baustelle verwiesen werden.

Starke Rauchentwicklung

Dieses Mal war ihr Einsatz für eine angeblich private Reportage. Da in der neuen Röhre die Ablüftung noch nicht betriebsbereit ist, war die Rauchentwicklung so stark, dass die Feuerwehr nur mit Wärmebildkameras zum brennenden Auto vordringen konnte. Damit die Arbeiter aus dem neuen in den alten Tunnel flüchten konnten, musste dieser für den Verkehr gesperrt werden. Außerdem war das Absaugen des Rauchs nur über den bestehenden Pfändertunnel möglich.

Verletzt wurde bei der aufsehenerregenden Aktion niemand. Die Autobahnpolizei ermittelt nun die genauen Hintergründe, die die Frau dazu bewogen hatten, am Sonntag von der Bregenzer Seite aus in die Baustelle einzufahren.   (APA)

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