Übernahme von Orange durch 3 "keine gemähte Wiese"

26. Februar 2012, 09:57
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"3"-Chef: "Entweder der Deal läuft wie geplant, oder wir bleiben in Österreich allein."

Der geplante Verkauf der Orange-Diskonttochter Yesss! an den Marktführer A1 könnte die Übernahme von Orange durch "3" noch platzen lassen, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend". Den heimischen Wettbewerbshütern ist es Dorn im Auge, dass A1 mit mehr als fünf Millionen Kunden noch einmal 750.000 dazubekommen soll. "Die Übernahme ist keinesfalls eine gemähte Wiese", zitiert das Magazin den Sprecher der Bundeswettbewerbsbehörde, Stefan Keznickl.

"Entweder der Deal läuft wie geplant, oder wir bleiben in
Österreich allein."

Jan Trionow, Vorstandschef von "3"-Österreich, stellt dazu klar: "Zu einem Yess!-Verkauf gibt es keine Alternative." Für einen neuen Marktteilnehmer, der erst ein eigenes Netz aufbauen oder die Leistungen von bestehenden Betreibern zukaufen müsste, würde sich der Kauf der 750.000 Diskont-Kunden nämlich nur schwer rechnen, meint Trionow: "Entweder der Deal läuft wie geplant, oder wir bleiben in Österreich allein."

Insgesamt kostet Orange-Österreich rund 1,4 Milliarden Euro

Die Übernahme von Orange durch "3" würde einen Marktteilnehmer mit 2,8 Millionen Kunden und 22 Prozent Marktanteil schaffen, knapp  hinter T-Mobile, der Nummer 2 am Markt. Insgesamt kostet Orange-Österreich rund 1,4 Milliarden Euro, fast 400 Millionen soll der Verkauf von Yesss! inklusive einiger Frequenzen und nicht mehr benötigter Sendemasten wieder herein bringen. (red)

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    "Zu einem Yess!-Verkauf gibt es keine Alternative."

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