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ÖIAG-Chef Beyrer auf einem Bild aus dem Juli 2011.
Wie tief steckt Markus Beyrer, Chef der österreichischen Staatsholding ÖIAG, im Telekom-Sumpf? Nicht sehr tief, wenn man sich die bisher vorliegenden Vorwürfe nüchtern anschaut.
Dass Beyrer als Generalsekretär der Industriellenvereinigung Jagdeinladungen des Industriekonzerns Telekom Austria angenommen hat, war weder ein Interessenskonflikt noch auf irgendeine andere Weise anrüchig (außer, dass die ganze Jagdkultur unter Österreichs konservativen Eliten eine Unsitte darstellt).
Dass ein Email der Gewerkschaft von seinem Büro an den Mitgliedsbetrieb Telekom weiter geleitet wurde, war ganz normal. Beyrer war Interessensvertreter, nicht Informant.
Wenn nichts Weiteres auftaucht, dann kann Beyrer der Befragung im Telekom-Ausschuss gelassen entgegen blicken.
Das Problem mit Beyrer liegt anderswo: Er war schon vor einem Jahr eine schwache Besetzung für einen der mächtigsten Posten in der österreichischen Wirtschaft und hat bisher nichts dazu getan, um die Zweifel an seiner Person auszuräumen.
Die ÖIAG ist heute nicht mehr so wichtig wie vor einigen Jahren, da sich das Beteiligungsportefeuille reduziert hat. Aber ihr Chef ist immer noch Aufsichtsratsvorsitzender in drei der größten Konzernen des Landes – Telekom, OMV und Post AG – und sollte die Linie bei einer sinnvollen Industriepolitik und bei den immer noch wünschenswerten Privatisierungen vorgeben.
Zwei Qualifikationen wären bei der Suche nach einem Nachfolger für den unglücklich agierenden Peter Michaelis erwünscht gewesen: Erfahrung mit Konzernführung oder -aufsicht und dem Kapitalmarkt sowie eine gute Verankerung in beiden Koalitionsparteien, um so eine konsensfähige Linie in der Privatisierungspolitik zu finden.
Der frühere OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer, ein marktwirtschaftlich denkender Sozialdemokrat, hätte diesem Anspruchsprofil am ehesten entsprochen. Er hätte den Job auch gerne gemacht.
Ruttenstorfer wäre es vielleicht auch gelungen, die ÖBB, Asfinag und den Verbund unter das Dach der ÖIAG zu bringen, um dort mehr betriebswirtschaftliches Denken (und vielleicht sogar weitere Teilprivatisierungen) durchzusetzen.
Beyrer hatte nichts von dem. Er war einst wirtschaftspolitischer Berater von Wolfgang Schüssel, dann jahrelang IV-Generalsekretär. Ein kluger Kopf, aber weder Topmanager noch Stratege.
Und vor allem ein ÖVP-Parteisoldat, durch gedrückt vom damaligen schon angeschlagenen Finanzminister und VP-Chef Josef Pröll gegen den Willen des Koalitionspartners.
Beyrers politischer Handlungsspielraum ist daher minimal. Privatisierungen lehnt die SPÖ ab und seine Glaubwürdigkeit in der roten Reichshälfte ist gering. Er kann das Beteiligungsvermögen des Staates nur verwalten.
Aber auch dort zeigt Beyrer Schwäche. Bei der Telekom fordert ihn Investor Ronny Pecik mit seinen Partnern heraus; gemeinsam haben sie bereits 20 Prozent der Anteile. Vielleicht bastelt Beyrer im Hintergrund an einer tollen Abwehrstrategie, aber in der Öffentlichkeit ist davon nichts zu merken.
Und auch Telekom-Chef Hannes Ametsreiter, durch Korruptionsvorwürfe und politische Interventionen massiv unter Druck, erhält von Beyrer kaum Rückendeckung.
Die jüngsten Anwürfe gegen den Aufsichtsratschef sind schwach. Aber sie helfen, seine Glaubwürdigkeit als Kontrolleur und Aufdecker weiter zu untergraben. Auch seine wenig beeindruckende öffentliche Verteidung hat ihm dabei nicht geholfen.
Beyrer ist offensichtlich in seinem neuen Job überfordert. Seine Bestellung war ein typisch parteipolitischer Schachzug, bei dem es der ÖVP vor allem darum ging, eigene Leute in Stellung zu bringen. Damit hat sie nicht nur dem Wohl des Landes, sondern auch ihren eigenen wirtschaftspolitischen Kernanliegen Schaden zugefügt.
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war ein skandal.
IV chef kann nur ein vollblutunternehmer sein.
ich denke da immer an die talkshows (mucha oder der dt. textilunternehmer grupp.
damit wird eine philosophie vermittelt, die es kaum noch gibt. leider.
das schliesst automatisch aus:
parteibonzen
manager (=nichts anderes als angestellte und somit ersetzbar, absetzbar und keine halbgötter)
finanzmarktler
für den ÖIAG chef brauchts eine saubere, transparente grosse ausschreibung samt hearing.
aber sowas gabs bei uns noch nie.
vielleicht ist der beyrer ja ein netter mensch ist. in der öiag hat er nichts zu suchen.
ich kenne zwar den beyrer nicht persönlich aber den sorger und da weiss ich, wie wichtig es ist als person nicht zu stark zu sein. jasager sind ihm, dem sorger, allemal lieber. die dann ab und zu auch belohnt werden . siehe beyrer.
aber wohl nur ein weiteres indiz wie bei uns wirtschaft und politik gemeinsam funktioniert.
uch der beyrer ist ja ein opfer....!! na fats jedenfalls
Entweder der Maszstab an Klugheit ist in den tiefsten Keller gestuerzt oder es wird mittlerweile mit Bauernschlaeue, Ars..krie..er- und Betruegermentalitaet oder Aehnlichem gleichgesetzt.
Fuer mich bedeutet Klugheit aber Umsicht, Intellekt, Rationalitaet, Vernunft (zumindest der Faehigkeit hiezu) - aber bei OeVP_leistungstraegern wird ohnedies ein anderer Maszstab angelegt: Verwandtschaft, Seilschaft, Freunderl, Reichen - und Maechtigenhoerigkeit und die wichtigste Eigenschaft: nach oben kriechen und nach unten ganz fest treten und intrigieren!
Danke, OeVP und Komplizenbuende, fuer solche Koepfe - der sichere Untergang fuer diese Alibidemokratie.
also der beyrere mag ja sympathisch sein- weiss ich nicht- aber jemand der den kopf einsteckt um nicht aufzufallen ist er allemal. wieso weiss ich dass??
weil er sonst nie beim sorger als iv general gedient hätte. und da kann man dienen durchaus so verstehen was man als dienen sieht.... . heisst dannn aber auch verpflichtet sein weil amn einen job gekriegt hat. hat der sorger nicht seine finger beim hypo deal drinnen gehabt?? alles ganz legal natürlich
steht in der Öffentlichkeit und eine solche Person muss sich gefallen lassen, dass sie von der Öffentlichkeit bewertet wird.
Irgendwelche Höchstleistungen dieses Mannes sind mir nicht bekannt, mit Ausnahme seiner ÖVP-Zugehörigkeit, die ihn offensichtlich erst für diesen Posten prädestinierte.
Ja, richtig den Schüssel hat er auch beraten, bei all diesen Erfolgsprojekten - genannt Privatisierungen, die jetzt den U-Ausschuss beschäftigen.
Weiters ist Beyrer in einem schon sehr unangenehmen Naheverhältnis zu diesem Dunstkreis aufhältig, den er jetzt als ÖIAG-Chef mithelfen soll, aufzuklären.
Es kann vielleicht sein, dass er seine Höchstleistungen bei der Jagd ablieferte und sich als treffsicherer Schütze präsentierte.
Die ÖIAG ist nicht erst seit Beyrer ein Trauerspiel; Unfähigkeit und Parteifarbe als Gespann sind dort seit jeher Prinzip. Und dafür werden auch noch horrende, in keinem Verhältnis zur Leistugn stehende Löhne ausbezahlt...
Wo bleibt bei diesem Verein das Sparpaket?
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