Ephraim Kishon nahm seit der Flucht vor den Nazis Schlaftabletten

25. Februar 2012, 22:18
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Laut seiner Witwe - Und tagsüber Aufputschmittel

Berlin - Der Satiriker Ephraim Kishon soll seit seiner Flucht vor den Nationalsozialisten abends Schlaftabletten genommen haben. Das sagte seine Witwe Lisa Kishon-Witasek (55) der "Bild am Sonntag". Da ihn die Tabletten auch tagsüber müde gemacht hätten, habe er außerdem zu Aufputschmitteln gegriffen, "und das über Jahrzehnte", sagte die Witwe. "Er wusste, dass er die Dosis nicht erhöhen darf. Er hat immer eine Schere gehabt, mit der er die Tabletten klein geschnitten hat. Ihm schien, drei Brösel zu nehmen, ist weniger gefährlich als der Klumpen."

Der in Budapest geborene Kishon wurde 1944 aus Ungarn in ein Konzentrationslager nach Polen deportiert. Im letzten Kriegsjahr gelang ihm die Flucht auf dem Weg ins Vernichtungslager Sobibor. Der Schriftsteller und Satiriker starb 2005 im Alter von 80 Jahren in seiner Schweizer Wahlheimat. Seine dritte Frau Lisa hatte er 2003 geheiratet. (APA)

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