"Die Verrücktheit hat nicht aufgehört"

25. Februar 2012, 22:22
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  • Ried - Salzburg

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Es war eine Bestätigung dafür, dass es die dritte Winterrunde war, die Verrücktheit hat nicht aufgehört. Salzburg ist mit der einzigen echten Chance in Führung gegangen, wir haben auch nur eine Torchance gehabt. Die Leistung in der zweiten Halbzeit hat mich etwas entschädigt, da hat man einen Aufschwung gesehen. Die Mannschaft wollte, aber der Gegner hat sich mit zehn Spielern um den Strafraum versammelt, da ist es auch schon anderen Teams nicht gelungen, ein Tor zu erzielen. Bei uns werden in der nächsten Zeit wieder Spieler dazukommen, das wird unsere Qualität wieder heben."

Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): "Es war ein wichtiger Sieg nach der Riesenenttäuschung und der physischen Belastung in der Europa League. Die Mannschaft hat eine gute Balance gezeigt. Soriano kann auch Lochpasses spielen, das hat man gesehen. Er muss aber eigentlich selber weggeschickt werden, aber er hat da Svento gesehen und es war ein wunderbarer Treffer. Wir haben den Anschluss gewahrt, sind einen Punkt hinter Rapid und können theoretisch Erster werden."

Dusan Svento (Salzburg-Torschütze): "Wir haben gekämpft und zusammengearbeitet, waren nach der Europa-League-Pleite ein gutes Team. Die zwei Spiele gegen Charkiw waren schwach, es war schwierig für uns, aber jetzt können wir jubeln und glücklich sein. Wir sind wieder voll im Rennen, können nach dem Spiel gegen Innsbruck Erster sein."

  • Austria - Kapfenberg

Ivica Vastic (Trainer Austria): "Die Niederlage ist bitter. Das nicht gegebene reguläre Tor war spielentscheidend. Wir sind durch einen unglücklichen Elfmeter in Rückstand geraten, haben dann alles versucht, diesen Rückstand aufzuholen, die Jungs wollten es unbedingt schaffen. Wir haben das auch geschafft, das Tor war regulär, wurde aber leider aberkannt. Der Elfer war die richtige Entscheidung, nur die Umstände waren unglücklich. Die Hand war im Spiel, da muss man sich als Spieler besser verhalten. Kapfenberg ist eine ganz neue Mannschaft, die im Winter entstanden ist, sie ist routiniert und spielstark. Es war für mich keine Überraschung, dass sie so gut sind. Wir hatten aber genug gute Chancen, um dieses Spiel zu gewinnen."

Thomas von Heesen (Trainer Kapfenberg): "Vor der Pause haben wir hervorragend gespielt, wir haben aggressives Forechecking betrieben und damit der Austria Probleme gemacht. Wir haben auch gute Aktionen nach vorne gefahren und verdient 1:0 geführt. Aufgrund des Platzverweises hat es nach der Pause ganz anders ausgesehen, aber mit der notwendigen Portion Glück haben wir die Führung über die Zeit gebracht. Ich bin sehr erleichtert, weil wir wussten nicht wo wir stehen. Das waren drei ganz wichtige Punkte, aber wir haben noch nichts erreicht. Ich hoffe, dass wir auf diese Art und Weise aufhorchen haben lassen, aber wir müssen das immer bestätigen, dürfen keinen Zentimeter zurückweichen."

  • Sturm-- Rapid

Franco Foda (Trainer Sturm Graz): "Es war ein gerechtes Unentschieden. Am Anfang hatten wir viele Eckbälle, dann ist Rapid besser ins Spiel gekommen, obwohl Chancen auf beiden Seiten in der ersten Hälfte Mangelware waren. In der zweiten Hälfte war es ein absolutes Spitzenspiel. In den letzten 15 Minuten war es ein offener Schlagabtausch. Die Meisterschaft ist wieder sehr ausgeglichen, es kann jeder jeden schlagen. Insofern war der Punkt wichtig. Es wird bis zum Schluss spannend bleiben."

Peter Schöttel (Trainer Rapid): "Wir hätten gern gewonnen, und da braucht man Tore dazu, das ist uns nicht gelungen. Trotzdem war es ein besseres 0:0. Aus Graz einen Punkt mitzunehmen, ist okay. Wir hatten die besseren Chancen, aber Sturm war bei Standards extrem gefährlich. Wenn ich die anderen Ergebnisse sehe, kann ich mit dem 0:0 leben. Aber nächste Woche gegen Ried müssen Tore her. Meine Spieler haben das Glück, dass ich selbst ein torungefährlicher Spieler war, deshalb habe ich Verständnis für sie."

  • Wr. Neustadt - Wacker Innsbruck

Peter Stöger (Coach Wr. Neustadt): "Ich glaube zwar nicht, dass wir mehr vom Spiel hatten, aber wir hatten die hundertprozentigen Torchancen. Ich bin mit meiner Mannschaft nicht zufrieden, es wäre mehr drinnen gewesen, auch weil Tirol alles andere als sattelfest war. Aber wir haben nicht konsequent weitergespielt, so ist es halt schwer, zu Torchancen zu kommen. Einige Spieler wollten nicht an ihre Schmerzgrenze gehen."

Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Ich bin nicht sauer, sondern ernüchtert, dass meine Mannschaft so viele Mängel und Defizite hat. Wenn man so viele Fehler in der Ballannahme macht, im Erfassen von Situationen und das einfachste Handwerk nicht beherrscht, kann man keine Chancen herausspielen. Von dem Anspruch, dass wir uns weiterentwickeln, sind wir weit weg. Das ist absolut enttäuschend. Aber wenigstens sind wir in der Defensive brav gestanden."

  • Admira - Mattersburg

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Ich bin sehr unzufrieden mit der Vorstellung meiner Mannschaft, heute hat uns sehr viel gefehlt. Mattersburg hätte zur Pause auch schon 2:0 führen müssen. Uns ist es nicht gelungen, ihnen Schmerzen zu bereiten, im Gegenteil haben sie uns Schmerzen bereitet. Es bringt nichts, viel Ballbesitz zu haben, wenn man keine Möglichkeiten herausarbeitet. Das war eine brotlose Kunst."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir waren unter dem Strich die bessere Mannschaft. Wir haben auch noch die eine oder andere Topchance gehabt, da hat aber die Konzentration im Abschluss gefehlt. Wir haben Großartiges geboten. Es war für uns ein sehr wichtiges Spiel. Alle Spieler haben bewiesen, dass sie in der Mannschaft bleiben wollen."

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