Mattersburg marschiert, Admira stagniert

25. Februar 2012, 18:16
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0:1-Heimniederlage für Kühbauer-Elf - Kapitän Dibon erlitt Wadenbeinbruch - Niederösterreicher neun Spiele sieglos - Seidl fixierte zweiten Mattersburg-Sieg in Folge

Maria Enzersdorf - Die Negativserie der Admira ist auch im zweiten Frühjahrsspiel der Fußball-Bundesliga nicht zu Ende gegangen. Die Niederösterreicher mussten sich am Samstag zum Auftakt der 22. Runde vor eigenem Publikum dem SV Mattersburg mit 0:1 (0:1) geschlagen geben und sind nun schon seit neun Spielen sowie dem 22. Oktober 2011 (3:2 gegen Wacker Innsbruck) sieglos. Zudem schied Kapitän und Abwehrchef Christopher Dibon kurz vor der Pause mit einem Wadenbeinbruch aus. 

Der 21-jährige Schwechater erlitt bei einem unglücklichen Zusammenstoß mit Goalie Patrick Tischler gegen Ende der ersten Hälfte einen Wadenbeinbruch, wie eine Untersuchung im Krankenhaus ergab. Dibon erhielt einen Gips und wird bereits am Montag operiert. "Er wird sechs bis acht Wochen ausfallen", sagte Admira-Manager Alexander Friedl.

Für die Burgenländer war es der nächste große Schritt in Richtung Klassenerhalt, sie bauten dank eines schnellen Treffers von Manuel Seidl (9.) den Vorsprung auf Schlusslicht Kapfenberg vorerst auf 13 Punkte aus und zogen in der Tabelle zwischenzeitlich auch an Wiener Neustadt vorbei auf Rang acht.

Mattersburg-Coach Franz Lederer hatte keinen Grund, sein Team nach dem klaren 4:1-Heimerfolg gegen Ried in der vergangenen Woche zu verändern. Bei den Niederösterreichern gab es hingegen gegenüber der 1:2-Niederlage in Innsbruck drei Umstellungen. Für Philipp Hosiner, Lukas Thürauer und Stephan Palla rückten Benjamin Sulimani, der wieder voll fitte Issiaka Ouedraogo und der erst 17-jährige Marcel Sabitzer, der sein Startelf-Debüt feierte, in die Mannschaft.

Den Admiranern war das fehlende Selbstvertrauen aufgrund der aktuellen Negativserie deutlich anzumerken. Die Südstädter hatten deutlich mehr Spielanteile, ohne allerdings gefährlich zu werden. In den ersten 45 Minuten gab es für die Elf von Chefcoach Dietmar Kühbauer keinen einzigen echten Torschuss.

Die zweikampfstärkeren Burgenländer standen in der Defensive sicher, kamen kaum unter Druck und waren im Konter stets brandgefährlich. Nach neun Minuten war bereits die Gäste-Führung perfekt. Nach einem Idealpass von Patrick Bürger und einem Stellungsfehler der Admira-Abwehr stand Seidl völlig frei und schoss souverän ins lange Eck ein (9.).

Die Mattersburger hätten auch nachlegen müssen, ließen aber nach einem Konter eine Doppelchance ungenützt: Admira-Goalie Patrick Tischler behielt im Duell mit Ilco Naumoski die Oberhand und hatte mit einem Abschluss von Marvin Potzmann aus rund elf Metern keine Mühe, da der 18-Jährige den Ball nicht richtig getroffen hatte (jeweils 39.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Bürger hatte schon nach wenigen Sekunden die Chance auf das 2:0, traf den Ball aber aus kurzer Distanz nicht wirklich (46.). Die bemühten Hausherren waren zumeist in Ballbesitz, konnten sich aber weiterhin keine großen Tormöglichkeiten herausspielen. Daran änderten auch die Einwechslungen von Thürauer und Hosiner nichts. Auf der anderen Seite ließ der kurz zuvor eingewechselte Michael Mörz in der Nachspielzeit noch kläglich die Chance auf das 2:0 aus.

Die Admiraner kassierten somit die erst zweite Heimniederlage und mussten im dritten direkten Saisonduell mit dem SVM zum ersten Mal als Verlierer den Platz verlassen. (APA)

FC Trenkwalder Admira - SV Mattersburg Endstand 0:1 (0:1). Maria Enzersdorf, Trenkwalder-Arena, 2.500, SR Krassnitzer.

Tor: 0:1 (9.) Seidl

Admira: Tischler - Seebacher, Windbichler, Dibon (41. Drescher), Auer - Sabitzer, Schachner, Schwab (58. Thürauer), Jezek - B. Sulimani, Ouedraogo (65. Hosiner)

Mattersburg: Borenitsch - Farkas, Malic, Mravac, Pöllhuber - Höller, Ilsanker, Seidl (75. Parlov), Potzmann (89. Mörz) - Naumoski, Bürger (82. Röcher)

Gelbe Karten: Keine bzw. Malic, Bürger, Parlov

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    Manuel Seidl und sein Goal für Mattersburg: Die Burgenländer sind möglicherweise das Team der Stunde.

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