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"Zugangsregeln für Massenfächer" - einige residieren im Audimax der WU Wien - ist das "vorrangige Ziel" von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Fehlt nur noch ein "Modus" mit der SPÖ.

Die Uni-Budgets als Grafik.
Wien - Einmal quasi am Verhandlungstisch ausgeknockt durch ein ausgefuchstes Gegenüber auf Rektorenseite reicht dem Wissenschaftsministerium. Ein zweites Mal will es nicht mehr zu einer Millionennachzahlung gezwungen werden, wie es dem Rektor der WU Wien, Christoph Badelt, gelungen war. Er hatte in seiner Leistungsvereinbarung, dem über je drei Jahre geschlossenen Vertrag über das Uni-Budget, einen Passus hineinreklamiert, der ihm mehr Budget zusicherte, falls sich die kapazitären Rahmenbedingungen gravierend ändern sollten.
Das taten sie, denn die versprochene Möglichkeit, in Massenfächern den Zugang zu beschränken, kam nicht, weil die SPÖ nicht mitzog. Badelt klagte und erhielt sechs Millionen extra. Die Bereitschaft, so etwas zu wiederholen, werde "nicht groß sein", formulierte Ministeriums-Generalsekretär Friedrich Faulhammer am Freitag. Weniger diplomatisch heißt das: sicher nicht mehr. Verhindern will das Ministerium das, indem es die autonomen Unis wieder mehr an die Kandare nimmt. "Besser, gezielter, schärfer" soll der "Prozess" für die im Herbst zu verhandelnde Leistungsvereinbarungsperiode 2013 bis 2015 ablaufen, sagte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle.
30 Indikatoren (Drop-outs, Publikationen, Absolventen etc.) sollen die Leistungen der Universitäten messen. Das heißt, die Geldzuweisungen werden an "mehr Transparenz, höhere Verantwortlichkeit, Steuerungsmöglichkeiten und Kontrolle" gekoppelt sein.
Als "neues Schärfungsmittel" ist der 450 Millionen Euro schwere " Strukturfonds" gedacht, aus dem es Geld nur für konkrete Leistungen geben soll. Wer möglichst viele der 100.000 "inaktiven" Studenten (die kaum Prüfungen ablegen) erfolgreich "aktiviert", soll "belohnt werden", sagte Töchterle. 270 Millionen sind dafür da.
Extrageld gibt es auch für mehr Drittmittel (67 Millionen), mehr Absolventen sowie für Kooperationen in Forschung und Lehre (je 45 Millionen für drei Jahre) oder in der Verwaltung (23 Millionen).
Das "unerträgliche" Problem
Bleibt das Problem der Kapazitätsfrage, die mit einer Studienplatzfinanzierung entschärft werden soll. Töchterle hätte zwar schon "sehr weit ausgefeilte Rechenmodelle" fertig, "politisch stehen wir aber noch am Anfang".
Er will "Zugangsregeln für Massenfächer", die SPÖ aber "völlige Freiheit" , die Töchterle für "unerträglich" hält. Also bleibt: "Da müssen wir einen Modus finden."
Dieser Suchmodus wird auch für die Rektoren gelten. Der Präsident der Universitätenkonferenz, Heinrich Schmidinger von der Uni Salzburg, deponierte umgehend, dass nicht nur die Unis in die Pflicht genommen werden dürften. Sie fordern "einklagbare Regelungen für den Fall, dass das Ministerium seine Verpflichtungen nicht einhält" - etwa bestimmte Budget-Kapazitäts-Relationen.
In der umkämpften neuen Lehrerbildung - Unis und Pädagogische Hochschulen (PH) ringen um die Zuständigkeitshoheit - kam am Freitag von der Uni für angewandte Kunst Wien ein radikaler Vorstoß. In einer auch von Rektor Gerald Bast unterzeichneten Erklärung werden "Auflösung der Pädagogischen Hochschule Wien und Übertragung der dort angesiedelten Ressourcen an die zuständigen Unis in Wien" gefordert.
Dagmar Hackl, Rektorin der PH Wien, hält wenig davon: "Man kann das Know-how einer Institution weder kaufen noch schlucken, nur ergänzend wirken." (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.2.2012)
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...den ordinarius falsch zitiert oder laufen dort wirklich solche genies rum? man kann ja dazu stehen wie man will...man kann auch der meinung sein, dass einem die kosten den nutzen, den man ja durchaus davon haben könnte, das ganze wert sind...
aber ein student der nicht (mehr) kommt, ist keinesfalls kostenfrei...der einzige student, der nix kostet ist jener, der NIE gekommen ist...alle anderen haben bereits irgendwelche kurse hinter sich gebracht...wenn die dann nicht mehr kommen, dann haben die durchaus was gekostet
korrekterweise müsste das heissen:
"der student, der NIE kam, hat auch nichts gekostet"
Nein-aber zur erklärung: Er meint(so würde ich ihn interpretieren), dass es für die Uni egal ist ob jemand für sein Studium 5 oder 10 Jahre braucht.
Der Student macht ja die selben LV, die der Uni gleich viel Geld kosten. Daher ist es unlogisch ihn für längere Studiendauer zu bestrafen.
PS: Ein Genie war/ist der Mann übrigens wirklich.
...nur keinen unterschied, wenn der betreffende student das studium auch abschliesst und er jede lv auch nur 1-2 mal macht...des ist aber nicht die regel bei jenen studenten, die so lange brauchen...
die regel ist dort eher, dass die sich mal in ein seminar reinsetzen, in dem entweder durchfallen oder es nach kurzer zeit aufgeben...von den anderen redet eh kein mensch
Ist bei den 30 Indikatoren auch dabei, dass die Absolventen was können? Oder stellt man die Unis vor die Wahl, ihre Fixkosten nicht bezahlen zu können oder einfach mehr Leuten den Abschluß nachzuwerfen?
Oder wird man sich dann irgendwann wundern, dass ein Studienabschluß mit schlechten Noten wertlos ist?
Die Mehrheit in Österreich ist für elitäre Universitäten, die nur noch wenigen offenstehen. Es werden nicht die Besten sein, wohl aber die mit den Beziehungen, aber das ist dem Volke egal.
Ärgerlich ist nur, dass Töchterle es nicht erträgt, dass das der Volkswille ist. Er muss es mit Gewalt als Thema der ÖVP verkaufen, dabei brauchts das gar nicht.
Gesetz machen, im Parlament durchnicken, und los gehts. Aber das wäre zu offensichtlich, dabei glaubt ja ohnehin niemand mehr das Gschichtl von der standaften SPÖ.
Ich will Studiengebühren und STEOP-Brutalität, damit hier endlich mal die ganzen widerlichen Schwarzposter das Maul halten. Sperrts endlich die Uni zu, ich freue mich ob der ungewollten Aufwertung.
"Ärgerlich ist nur, dass Töchterle es nicht erträgt, dass das der Volkswille ist. Er muss es mit Gewalt als Thema der ÖVP verkaufen, dabei brauchts das gar nicht."
Wenn man diverse Umfragen, und nicht nur aus der ÖVP nähe heranzieht, ist der Volkswille eher auf Töchterles Seite. Auch was die Studiengebühren angeht.
Was sagt z.B. die Zahl der Drop-outs bitte ueber die Leistung der Uni aus?
Je hoeher die Drop-Out-Rate, desto besser?
Wahrscheinlich eher umgekehrt.
Derartige "Leistungen", die die Politik der Uni vorschreiben, werden ueber kurz oder lang nach hinten losgehen.
Michael
Er meint die Boku(zB Pröll, Berlakovich, Pröll, Figl, Fischler)...es gibt aber auch einige(wenige) SPÖler von dort.
Mich wundert das extrem hohe Budget der Meduni...natürlich ist die Ausbildung von Medizinern sehr teuer-aber dennoch verblüffend. Sagt mir aber eher, dass die Zahlen nicht vergleichbar sind(sonst wäre die Uni Wien die bei weitem effektivste Uni).
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