Wien - Schlappe für die AUA-Führung: Die Airline hat ihre Klage gegen die
Zuteilung von Landerechten für Flüge zwischen Wien und Tel Aviv an Flyniki
zurückgezogen. Die Klage sei vom Tisch und werde daher auch nicht mehr vom
Verfassungsgerichtshof behandelt, hieß es aus dem Unternehmen. Die AUA reagierte
damit auf einen Exklusivbericht des Standard aus der Vorwoche. Nun will die AUA
auf der Strecke nach Tel Aviv ihre Kapazitäten aufstocken.
Gewerkschafts-Post
An Deutlichkeit ließ auch ein Brief des Vorsitzenden der Gewerkschaft Vida,
Rudolf Kaske, an den AUA-Vorstand Peter Malanik nichts zu wünschen übrig:
Hintergrund ist die von der AUA untersagte Freistellung von Pilot und
Gewerkschafter Wolfgang Hable für Sozialpartnerverhandlungen.
In einem Schreiben vom Freitag, das dem Standard vorliegt, heißt es wörtlich:
"Ich hoffe, dass es bei den nächsten Sozialpartnergesprächen in der
Wirtschaftskammer kein Problem gibt, dass Arbeitnehmervertreter Ihres
Unternehmens an den Verhandlungen teilnehmen. Dies deshalb, weil es ja auch kein
Thema ist, dass Sie mit ihrem vollzähligen Team während der Arbeitszeit die
Verhandlungen bestreiten." Kaske war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (DER STANDARD, Printausgabe, 25./26.2.2012)