Einzige XXXLutz-Filiale in Schweden soll pleite sein

24. Februar 2012, 14:23
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Unternehmen dementiert Zahlungseinstellung und Antrag auf Gläubigerschutz

Malmö/Stockholm - Die einzige Schweden-Filiale der österreichischen Möbelkette XXXLutz in Malmö soll zahlungsunfähig sein. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Skanska Dabladet" hat das Tochterunternehmen am Freitag alle Zahlungen eingestellt und einen unvollständigen Antrag auf Gläubigerschutz eingebracht. Das Unternehmen ließ diese Angaben allerdings kurz darauf durch eine PR-Agentur dementieren.

In der Aussendung der PR-Agentur heißt es, eine "unbekannte Person" hätte den fraglichen Antrag auf Gläubigerschutz und die Mitteilung der Zahlungseinstellung bei der zuständigen Behörde und bei Gericht eingebracht. Es handle sich um eine "kriminelle Handlung". Die Löhne der Angestellten und alle anderen fälligen Zahlungen seien am Freitag erfolgt.

Die Filiale, die im November 2010 eingeweiht worden war, hatte laut Skanska Dagbladet im Vorjahr einen Verlust von 88 Mio. Kronen (9,98 Mio. Euro) verbuchen müssen. Noch im Verlauf des Freitags seien Verhandlungen der schwedischen Gewerkschaft mit dem Management der Filiale geplant. Bei XXXLutz in Malmö arbeiteten zuletzt rund 150 Personen. Vor einem Jahr waren in dem ehemaligen Ikea-Gebäude in der südschwedischen Metropole noch 250 Angestellte beschäftigt.

XXXLutz war von der Gewerkschaft und den Aufsichtsbehörden in Schweden im vergangenen Jahr mehrmals wegen verschiedener Mängel kritisiert und gemahnt worden. Mehrere schwedische Medien berichteten, dass bei XXXLutz zahlreiche Sicherheits- und Arbeitsschutzbestimmungen nicht eingehalten worden seien. (APA)

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