Italien besorgte sich günstiger Geld

Renditen für Nullkupon-Anleihen gingen spürbar zurück

Rom/Frankfurt - Das hoch verschuldete Euro-Land Italien hat am Freitag abermals zu günstigeren Konditionen Geld aufnehmen können. Mit mehreren Staatsanleihen besorgte sich die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft insgesamt rund 4,5 Mrd. Euro. Bei einer Auktion von sogenannten Nullkupon-Anleihen, bei denen nur der Kursgewinn zählt, sank die zu zahlende Rendite spürbar, wie aus Zahlen der nationalen Notenbank hervorgeht.

Die Rendite des Papiers mit Fälligkeit im Jahr 2014 sank auf 3,013 Prozent. Bei einer vergleichbaren Auktion Ende Jänner lag sie noch bei 3,763 Prozent. Die Nachfrage war fast zweimal so groß wie das Angebot. Die Auktion spülte dem italienischen Staat drei Mrd. Euro in die Kasse.

Darüber hinaus sammelte das Land mit zwei sogenannten inflationsindexierten Staatstiteln rund 1,5 Mrd. Euro ein. Auch hier wurde die anvisierte Kapitalaufnahmen erreicht. Die Renditen bei den Papieren mit Fälligkeiten 2016 und 2019 lagen bei 2,71 und 3,19 Prozent. Bei inflationsindexierten Anleihen hängen die jährlichen Zinszahlungen von der Teuerung ab.

Hohe Anleiherenditen belasten den Staatshaushalt, da sie die Refinanzierung der Länder verteuern. Die Euro-Staaten Griechenland, Irland und Portugal mussten aus diesem Grund vor längerem mit Finanzhilfen gerettet werden. (APA)

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