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Max fliegt
Antonie Schneider, Alexandra Junge
€ 17,50 / 32 Seiten
Aufbau Verlag, Berlin 2012
Zu Hause gibt es ein Spiel, bei dem man als Vater zu 99,9 Prozent scheitert. Mit Anlauf mittlerweile. Es geht so: Wenn die Tochter einen Fantasieschub hat, wird der Papa eingeteilt, etwa als Pferd mit langer Mähne, ganz braun, nein doch nicht, weiß, nein, als Esel, der, ach, doch ein Pferd, das ...
Selbst bei höchster Konzentration verliert man da den Faden - und wiehert, obwohl es gerade darum geht, ein roter, nein, bunter Hahn zu sein. "Du machst alles falsch", ist dann zu hören. Ohne Papa klappt das Spiel bestens. Da wird zum richtigen Zeitpunkt gekräht oder gekrochen.
Der Bub im vorliegenden Buch nützt seine Fantasie, um fliegen zu können. Max fliegt, heißt das Bilderbuch für Kinder ab dem dritten Lebensjahr von Antonie Schneider und Alexandra Junge. "Er machte einfach die Augen wieder zu und wedelte ein bisschen mit den Armen. Schon schwebte er durch das offene Fenster über den Gartenzaun", erzählt Schneider.
Bis zum Mond will der Junge fliegen. Das wird aber nicht klappen, Max landet in den Brennnesseln - und spielt nach einer kurzen Schrecksekunde mit seinen Freunden einfach weiter. Schon ist er ein gefährlicher Löwe.
Der Autorin gelingt es sehr gut, die Strahlkraft der Fantasie einzufangen. Nach dem Lesen könnte auch zu Hause bald geflogen werden. Dann heißt es wohl: "Du bist ein Flugzeug, nein, ein Ballon, ah, ein Vogel ..." (Peter Mayr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.2.2012)
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