Veterinäre warnen vor falschen Tiermedikamenten

24. Februar 2012, 11:46

Kampagne gegen Behandlung von Haustieren auf eigene Faust

Wien - Gefälschte Tiermedikamente im Internet werden, analog zu den Humanpräparaten, ein immer größeres Problem. Die Tierärztekammer warnte am Freitag in einer Aussendung, dass auf eigene Faust gekaufte und verabreichte Tiermedikamente oft mehr schaden als nützen und im schlimmsten Fall für ein Tier sogar tödlich sein können. Mit einer Inseratenkampagne unter dem Motto "Keine Tier-Experimente mit Ihrem Liebling!" will die Kammer nun die Aufmerksamkeit für dieses Problem wecken.

Gefälschte Präparate und falsche Dosierungen zählen zu den häufigsten Fehlern bei Behandlungen, die auf eigene Faust durchgeführt werden. Diese können den Heilungsverlauf verzögern oder gar verhindern, so die Veterinäre. Große Probleme verursacht laut Holzhacker auch die fehlende Abklärung von Unverträglichkeiten. So können Medikamente, die bei der einen Hunde- oder Katzenrasse wirksam sind, aufgrund rassespezifischer Unverträglichkeiten bei anderen Tieren zu schweren Komplikationen führen. (APA)

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6 Postings
Qualitätskriterium für TÄ: Erreichbarkeit für Zweifelsfälle!

meine Katze hatte neulich einen Unfall. Nichts Tragisches, hat aber schlimm ausgeschaut, also TÄ angerufen. Sie hat eine bestimmte Sportsalbe gegen Hämatome empfohlen und sie am selben Tag noch drangenommen. Die Salbe hat die Bildung von Hämatomen tatsächlich verhindert.

Auf gut deutsch: Geld ausgeben statt Geld sparen

Es gibt schon Kleinigkeiten die man nach Rat aus einschlägigen Foren etc. selbst behandeln kann.

Ich geh zwar sofort zum Tierarzt falls etwas gefährlich oder dringend ist, aber zb. Vitamintropfen brauch ich nicht beim Tierarzt kaufen.

vitamintropfen für ein viech?????????

wie krank ist das denn?

sie würden sich wundern,

wieviel davon sie über ihr geliebtes wiener schnitzl verdrücken....

ist schon richtig, aber in so Foren werden auch nachweislich blödsinnige Dinge wie Homöopathika empfohlen.
Aber ja, generell hab ich gute Erfahrungen mit guten Foren gemacht, man muss halt noch gegenchecken, was davon nur dumpfe Esoterik ist, dafür sind ja Tierhalter besonders anfällig.

Aber ich hab schon von einem Tierarzt (!) die Empfehlung bekommen, dass man bei kleineren Verletzungen (nicht Krankheiten) durchaus auch "Menschenmedikamente" geben kann- eine Salbe oder ein Desinfektionsspray sind durchaus ok.

homöopathika und zusatzfutter verscherbeln die tierärzte schon selber gerne, um abzuzocken. da ist das internet eine konkurrenz.

ich würde sagen, moderate preise bringen die leute wieder zu den tierärzten. ich hab für die behandlung meiner katze 3000 euro bezahlt und gesund war sie dann trotzdem nicht. ganztagspflege war angesagt. ob sie wieder wird, konnten sie mir auch nicht sagen. und trotzdem bekam ich auf der vet med den vorwurf, ich würde zu wenig für meine katze tun. ???? das ct um 700 euro müsste schon noch drin sein oder die 100. untersuchung... alleine die medikamente kosteten 150 euro im monat. mittlerweile ist sie eingeschläfert. ich kann sie ja nicht an die maschinen hängen, wie in der humanmedizin.

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