UNO verlängerten zum letzten Mal Mission

23. Februar 2012, 19:23
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Bis Jahresende noch vor Ort

New York - Ein letztes Mal hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die UN-Mission in Osttimor verlängert. Zum Ende des Jahres sollen die letzten der einst mehr als 3000 Polizisten, Militärberater und Verwaltungsexperten der UNMIT genannten Gruppe das Land verlassen. Der Sicherheitsrat beschloss am Donnerstag in New York eine Verlängerung bis zum Jahresende. Derzeit sind noch gut 1200 UN-Mitarbeiter, vor allem Polizisten, im Land.

Erfolgsgeschichte Osttimor

UNMIT - United Nations Integrated Mission in East Timor - gilt als Erfolgsgeschichte. Die Mission war 2006 eingesetzt worden, nachdem es im damals jüngsten Staat der Erde zu Unruhen mit Dutzenden Toten gekommen war. Mehr als 150 000 der nur gut eine Million Einwohner waren auf der Flucht, das kleine Land, nicht einmal so groß wie Schleswig-Holstein, drohte im Chaos zu versinken. Die UN-Mitarbeiter hatten vor allem das Land stabilisieren und für ordnungsgemäße Wahlen sorgen sollen.

"Osttimor hat auf dem Weg zu Frieden und Stabilität enorme Fortschritte gemacht", sagte die UN-Sondergesandte Ameerah Haq. Die Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahl im nächsten Monat und die folgenden Parlamentswahlen verliefen ruhig. 2012 sei noch einmal ein kritisches Jahr, sagte die Diplomatin aus Bangladesch. Aber aller Voraussicht nach könne die Friedensmission zum Jahresende auslaufen. Die Vereinten Nationen werden dennoch im Land bleiben, allerdings mit deutlich reduziertem Personal und ohne Blauhelmauftrag. (APA)

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