Melange: Lukrative Jobangebote aus China

23. Februar 2012, 19:13
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Bei der AUA geht es ja bekanntlich jetzt ans Eingemachte. Am 29. Februar ist Aufsichtsratssitzung, und dort will die Lufthansa Ergebnisse sehen, wie es nach der Kündigung des Kollektivvertrages für das fliegende Personal bei der AUA weitergeht. Im Vorfeld aber hat sich die Resignation, die sich unter so manchen Piloten breitgemacht hat, bereits bis nach China herumgesprochen.

Denn in Pilotenkreisen kursiert derzeit eine E-Mail, wonach die Rekrutingagentur ("smile aviation", hat mehr als 15 chinesische Airlines unter Vertrag), aktuell zu Bewerbergespächen für chinesische Airlines (in Budapest und Barcelona) einlädt. Dort dürften die Österreicher mit Handkuss genommen werden. Und bei näherer Betrachtung der Bezahlung gehen die in der Öffentlichkeit sehr hoch dargestellten Gehälter bei der AUA wahrscheinlich unter eher mickrig durch. Und wer weiß, ob die AUA-Führung jemals auf die Idee gekommen wäre, so rasant den Kollektivvertrag zu kündigen. Geboten werden je nach geleisteten Flugstunden monatlich rund 17.000 Dollar netto (12.804 Euro). Auch Boni haben im Reich der Mitte nicht so einen bitteren Beigeschmack wie hierorts. Die gibt es genauso wie Schulgeld für die Kinder, eine Reisekostenpauschale oder bezahlten Urlaub. Die Arbeitszeit ist sehr flexibel. Ein Modell lautet: 15 Tage arbeiten und 15 Tage frei. Aber zugegeben: Es ist nicht jedermanns Sache, in China zu arbeiten. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.2.2012)

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