Kehlmann verteidigt Krachts "Imperium"

23. Februar 2012, 18:08
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"Nichts weltanschaulich Bedenkliches gefunden"

Hamburg - Daniel Kehlmann hat seinen Schriftstellerkollegen Christian Kracht gegen Vorwürfe verteidigt, dieser verbreite in seinem Buch rechtes Gedankengut.

Er habe Krachts Imperium gelesen und darin "nichts weltanschaulich Bedenkliches gefunden", sagte Kehlmann der Zeit: "Kracht ist in seinem Werk seit langem von der Ästhetik totalitärer Systeme fasziniert. Das stört mich nicht, aber ich verstehe, dass man das kritisieren kann. Man kann das aber nicht in der Form kritisieren, dass man Kracht zum neuen Sarrazin macht."

Indes erobert Imperium die Bestsellerlisten. Auf dem neuen "Spiegel"-Ranking steht der Roman auf Platz sieben, auf der "Focus"-Bestsellerliste stieg er auf Platz drei ein. (APA/ DER STANDARD, Printausgabe, 24.2.2012, red)

Nachlese:
Ein Buch in unruhigen Gewässern
Kokosnuss statt Koks: Christian Krachts neuer, skandalisierter Roman "Imperium" handelt von deutscher Kolonialgeschichte und einem Aussteiger, dessen Utopie scheitert

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