Wurstpapier wird weiter mitgewogen

23. Februar 2012, 17:21
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Eine Eichamt-Überprüfung ergab, dass sich mehr als ein Viertel der Geschäfte nicht an das neue Gesetz hält

Wien - Seit 1. Jänner darf das Papier im Feinkostbereich nicht mehr mitgewogen werden. Mehr als ein Viertel von 307 untersuchten Geschäften hält sich aber nicht daran, ergab eine österreichweite Überprüfung des Eichamts. In Linz hat die Arbeiterkammer Oberösterreich zehn Fleischhauereien, drei Feinkostläden und sieben Supermärkte geprüft und festgestellt, dass auch hier noch einige Geschäfte säumig sind. Papier werde teilweise noch immer zu Prosciuttopreisen verkauft.

Um zu verhindern, dass die Verpackung mitgewogen und von den Kunden mitgezahlt wird, müssen die Mitarbeiter im Feinkostbereich entweder die sogenannte "Tara-Taste" drücken, oder das Gewicht des Papiers durch eine entsprechende Voreinstellung der Waage automatisch abziehen. Ausnahmen gibt es im Großhandel, beim Verkauf loser Süßwaren und wenn der Kunde die Ware selbst wiegt, also beispielsweise Obst oder Gemüse im Selbstbedienungsbereich. Dort entfällt das verpflichtende Drücken der Tara-Taste. Außerdem dürfen dünne Trennblätter mit einer Masse von höchstens 1 Gramm zwischen einzelnen Wurst- oder Käsescheiben weiterhin mitgewogen werden. Kunden können allerdings darauf bestehen, dass die Ware ohne Trennblätter verpackt wird.(APA)

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