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Sony Music Chef Edgar Berger sagte in einem Interview mit Die Welt, dass das Internet für die Musikindustrie ein großer Segen ist. Er ist auch der Meinung, dass man das Internet nicht für Raubkopien und Piraterie verantwortlich machen kann. Dennoch fordert er schärfere Gesetze zur Verfolgung von Raubkopierern. Denn obwohl sich das Internet mittlerweile zu einem wichtigen Geschäftszweig entwickelt hat, wird der Großteil der Musik immer noch von nicht autorisierte Quellen heruntergeladen.
Digitaler Musikmarkt
Der Verkauf von digitaler Musik kann teilweise den Rückgang beim physischen Verkauf ausgleichen. Allerdings hat es lange gedauert, bis sich die Geschäftsmodelle entwickelt haben. Berger glaubt, dass die Musikindustrie in den nächsten ein bis drei Jahren wieder wachsen wird. In Deutschland war das Geschäft 2011 erstmals seit 15 Jahren wieder stabil.
Frei nicht umsonst
Dem Vorwurf, dass die Musikindustrie die Freiheit des Internets bedroht, entgegnete Berger, dass das Internet frei sein muss, aber nicht umsonst: "Man sollte frei nicht mit umsonst verwechseln." Ein modernes Urheberrecht muss seiner Meinung nach sicherstellen, "dass kreative Leistung so entlohnt wird, dass sie auch eine Lebensbasis darstellen kann." Das Urheberrecht in Deutschland stammt "aus der Zeit der Tonbandkopie" und ist den heutigen Begebenheiten nicht angepasst, fügte Berger hinzu. Von einer Kulturflatrate hält Berger gar nichts, weil sie zu Verteilungskämpfen führen würde.
Gema vs YouTube
Der Sony Music Chef wünscht sich, dass die Gema in Zukunft die Urheberrechte nicht mehr so restriktiv lizenziert, wie es momentan der Fall ist. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern, kann man in Deutschland keine offiziellen Musikvideos auf YouTube sehen. Sony gehen dadurch Millionenumsätze verloren, meinte Berger. Er glaubt, dass diese Praxis auch einer der Hauptgründe ist, warum der digitale Musikhandel in Deutschland so schwach ausgeprägt ist. (soc)
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Hätte die Musikindustrie zur Zeit des Umbruchs bereits konfortabel funktionierende Music-Stores und ein flächendeckendes Angebot zur Verfügung stellen können, hätten sich die User auch nicht daran gewöhnt, sich Musiken anderweitig zu besorgen.
Ich kann mich erinnern, dass in der Zeit (ca. vor 15 Jahren), als ich alle meine CDs und die meiner Freunde (-)) nach iTunes konvertiert hatte, einige Verantwortliche der Branche noch behaupteten, Internetverkaufsmodelle hätten keine Chance am Markt.
Die Rechnung haben sie präsentiert bekommen.
eben gerade bei einer kulturflatrate würde es keine verteilungskämpfe geben, wenn eine öffentliche plattform zum download allen kontents angeboten wird. diese ist dann in der lage schlicht anhand der downloadzahlen zu ermitteln, wer welchen anteil erhält. punkt.
- wen wollen sie dazu zwingen, seine Produktionen auf dieser Kulturflatplattform anzubieten (hier gab's im Forum gar den Vorschlag, Rechteinhabern deren Produktionen zu stehlen, wenn die nicht am Markt verfügbar sind, etwa alte TV-Serien)
- wie wollen Sie die Leute zwingen, für verschiedene Produktionen gleiche Preise zu akzeptieren oder als Kulturbeitrag bei steigenden Downloads geringere Erträge pro Download hinzunehmen
- wie sollen die Abrechnungszeiträume ausschauen
- wie hoch soll der finanzielle Beitrag sein, wie die Mindesteilnahmedauer
- sonstiges Downloaden/Anbieten bleibt ja weiterhin strafbar (da es auch Personen gibt, die noch/nicht/mehr an der Flatrate teilnehmen) => DRM
- wer kontrolliert gefakte Downloads
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Ich kaufe derzeit mehr Musik-CDs als je zuvor. Allerdings nicht jeden Dreck, sondern Musik, welche ich zuvor "probegehört" habe. Und für "gute" (Geschmacks- / Intelligenzfrage) Musik bezahle ich auch gerne.
Zumindest solange KEINE ROOTKITS etc. auf den CDs sind, SONY darf sich angesprochen fühlen!
"Allerdings hat es lange gedauert, bis sich die Geschäftsmodelle entwickelt haben." Ja, nur warum wohl? Vielleicht weil keine ansprechenden Angebote verfügbar waren (bzw. sind)?
Spotify etc. geht schon in die richtige Richtung, nur leider ist das Angebot immer noch relativ überschaubar, wenn man etwas speziellere Sachen will. Zudem ist die Facebook Verpflichtung natürlich ebenso großer Quatsch, wie das es derzeit noch nicht mal einen Linux Client gibt.
zu deren Leistung stehen ...
Aber fett abcashen durch künstliche "Superstars" welche maximal 1 Album rausbringen ... danke ... nö!! Vorallem wenn die Produzenten ohnehin immer die Gleichen sind, die Musik immer im gleichen Muster daher kommt ect ... das ist so als würde man gefärbtes Wasser oder Luft verkaufen!
Die Qualität hat doch schwer nachgelassen!
Ausserdem will ich was in der Hand haben wenn ich schon dafür zahle ... Musik ist keine Dienstleistung ... zumindest nicht für mich!
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