US-Justizminister gegen neue Datenschutz-Regeln von Google

23. Februar 2012, 13:19
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Besserer Datenschutz für Smartphone-App-Nutzer vereinbart

In den USA formiert sich harter Widerstand gegen die geplante Umstellung der Datenschutz-Regeln bei Google. Die Justizminister zahlreicher US-Staaten forderten Google-Chef Larry Page am Mittwoch auf, die Umstellung zu stoppen. Die neuen Regeln würden "offenbar die Privatsphäre der Nutzer" verletzen. Google will rund 60 Datenschutz-Regeln und Allgemeine Geschäftsbedingungen für verschiedene Google-Dienste ab März zu einem einzigen Text zusammenführen. Dafür will der Konzern aber auch die Daten seiner Nutzer aus allen Angeboten miteinander verknüpfen.

Google+

Google hatte die Umstellung im Jänner angekündigt und betont, die einheitlichen Nutzungsbedingungen sollten die Regelungen übersichtlicher und einfacher verständlich machen. Auch vom Verknüpfen seiner Daten aus verschiedenen Diensten sollen die Nutzer demnach profitieren - Google will nach eigenen Angaben die Ergebnisse seiner Suchmaschine verbessern, auch die Werbung soll passender werden. Betroffen von den Änderungen sind Nutzer, die ein Google-Konto haben - beispielsweise den E-Mail-Dienst GMail nutzen, einen Kalender bei Google führen und Mitglied im sozialen Netzwerk Google+ sind.

Anfang Februar hatte bereits die US-Verbraucherschutz-Organisation Electronic Privacy Information Center (EPIC) ein US-Bundesgericht angerufen, um eine Blockade der Änderungen durch die Aufsichtsbehörde FTC zu erzwingen. EPIC argumentiert, dass die Änderungen einem Datenschutz-Abkommen zwischen Google und der FTC aus dem vergangenen Jahr zuwiderlaufe.

Privatsphäre von Smartphone- und Tablet-PC-Nutzern

Die Justizministerin von Kalifornien, Kamala Harris, kündigte ebenfalls am Mittwoch an, sie habe sich mit Google, Apple, Microsoft, Amazon, Hewlett-Packard und Research-in-Motion geeinigt, die Privatsphäre von Smartphone- und Tablet-PC-Nutzern künftig besser zu schützen. Laut Harris verpflichteten sich die Konzerne zu neuen Regeln für ihre sogenannten App-Stores. Demnach soll jedes Miniprogramm, das sich Nutzer auf ihre Geräte herunterladen, Datenschutzbestimmungen erfüllt - etwa muss der Nutzer auch erfahren, welche Informationen die App über ihn sammelt.

"Diese Vereinbarung schützt die privaten Daten von Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die Apps nutzen", erklärte Harris. "Wir schaffen mehr Transparenz und geben den Nutzern die Kontrolle darüber, wer Zugang zu seinen Daten hat und was damit gemacht wird." (APA)

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