Das langweiligste Experiment der Welt läuft seit 1927

23. Februar 2012, 13:19
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Bereits 85 Jahre lang tropft an der University of Queensland Pech durch einen Trichter - der neunte Tropfen fällt vermutlich im nächsten Jahr

Das vermutlich langweiligste Experiment der Welt wird seit 1927 an der University of Queensland in Brisbane (Australien) durchgeführt. Der Physiker Thomas Parnell füllte damals heißes Pech in einen geschlossenen Trichter und wollte damit zeigen, dass die Substanz auch bei Zimmertemperatur viskos ist. Als Parnell den Deckel nach drei Jahren öffnete, erlebte er aber eine Enttäuschung, denn geschehen war bis dahin noch gar nichts. Erst nach weiteren acht Jahren löste sich der erste Tropfen.

Mittlerweile sind acht Tropfen der superzähen Flüssigkeit aus dem Trichter gefallen - allesamt völlig unbeobachtet. Zwar hat das "Pitch Drop Experiment" (Pechtropfenexperiment) mittlerweile eine eigene Webcam und kann rund um die Uhr im Internet beobachtet werden, doch auch der bisher letzte Tropfen im Jahr 2000 blieb ungesehen, weil es just zu diesem Zeitpunkt Probleme mit der Kamera gab.

Wer bisher Pech beim Pechbeobachten gehabt hat, kann auf 2013 hoffen. John Mainstone, der das Experiment derzeit betreut, rechnet, dass sich im kommenden Jahr der neunte Tropfen lösen wird. Und wer diesen wieder verpasst: Auch kein Problem - laut Mainstone ist noch für mindestens weitere hundert Jahre genug Pech im Trichter.

--> University of Queensland: The Pitch Drop Experiment

(APA, red)

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