Wirtschaftsprüfung

Feuerwehr-Dienstwagen: Landeskommandant muss vollen Preis überweisen

23. Februar 2012, 12:19

"Kein Verstoß gegen Gesetze oder Vorschriften", aber auch keine Dienstfahrten mehr mit BMW

St. Pölten/Tulln - Im Fall der Affäre um den Dienstwagen des niederösterreichischen Landesfeuerwehrkommandanten und Präsidenten des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Josef Buchta, liegt nun das Prüfergebnis des unabhängigen Wirtschaftsexperten vor. Demnach habe bei der Anschaffung des BMW "kein Verstoß gegen Gesetze oder Vorschriften" vorgelegen, so Buchta am Donnerstag nach einem Bericht der Tageszeitung "Kurier" in einer Erklärung. Der Wagen soll nun aber privatisiert werden.

Dem Feuerwehrchef war Mitte Februar in einem Zeitungsbericht vorgeworfen worden, sich beim privat finanzierten Kauf des BMW einen Behördenrabatt von 48 Prozent "erschlichen" zu haben, indem er das Auto auf das Landesfeuerwehrkommando als Dienstwagen anmeldete. Vonseiten der Feuerwehr war die Höhe des Rabatts stets bestritten worden, es habe sich um einen Nachlass von 35 Prozent gehandelt, bei seinem Übertritt in den Ruhestand und der Mitnahme des Wagens müsse Buchta dem Verband auch die Differenz zwischen dem Rabatt und dem dann aktuellen Wert des Fahrzeugs bezahlen.

Preis muss überwiesen werden

"Zur Schaffung von Klarheit", wie es hieß, soll der Pkw aber nun gleich zur Gänze privatisiert werden. Dazu sei zum einen ein formaler Kaufvertrag nötig und zum anderen müsse der vom Wirtschaftsprüfer festgelegte Preis überwiesen werden. Derzeit werde der Wert des Fahrzeugs von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen geschätzt.

"Dieser Empfehlung werde ich sofort nachkommen und den noch offenen Restbetrag an den Landesfeuerwehrverband überweisen", versprach Buchta. "Durch diese Vorgangsweise ist sichergestellt, dass niemandem - weder vorher noch nachher - ein wirtschaftlicher Nachteil entstanden ist." Er habe "in gutem Glauben und bester Absicht gehandelt", sich nicht bereichert und "schon bisher alle entstandenen Kosten für das Fahrzeug getragen".

Keine Dienstfahrten mehr

Mit dem in naher Zukunft privatisierten BMW soll Buchta künftig gar nicht mehr für die Feuerwehr unterwegs sein. Für dienstliche Wege werde er stattdessen auf bereits in Feuerwehrbesitz befindliche Fahrzeuge zurückgreifen, wurde betont.

Beim Land NÖ hieß es auf Nachfrage lediglich: "Die Empfehlungen liegen vor und wir gehen davon aus, dass der Verband diese umgehend umsetzt". Zu Details wollte man sich nicht äußern, diesbezüglich wurde auf das Landesfeuerwehrkommando verwiesen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 53
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Marlon62
00
25.2.2012, 17:01
Die größere Frechheit sehe ich darin,

dass BMW Behörden einen Rabatt von 48% gewährt, während der Normalbürger bei den Bayern glücklich sein muss, wenn er einen 2-stelligen %-Satz erhält.

_sissy die 1te_
00
24.2.2012, 08:29
Wäre die ganze Geschichte

nicht zu einem öffentlichen Thema geworden...

...würde er das Auto "billigst" in die Pension mitnehmen. Und kein Hahn würde danach krähen bzw darin etwas anrüchiges sehen...

Bluestone
00
24.2.2012, 06:35
Und weiter?

Bleibt der Wagen weiter auf die Feuerwehr angemeldet?

moulin rouge
00
24.2.2012, 05:26
WAS HEISST HIER "in gutem Glauben und bester Absicht"

die beste Absicht lasse ich gelten, das war naemlich fuer seine eigene Brieftasche, wer hat da nicht beste Absichten? Aber in gutem Glauben, das kann ich schon deshalb nicht glauben, denn bei so viel Fehlglaube koennte man dann glatt meinen, dass der gar nicht rausfaehrt wenns brennt, weil er glaubt, dass da womoeglich einer nur in bester Absicht so tut als waer's ein Feuer!! Andersgedacht koennt ich annehmen, dass das ein klassischer Schmarotzer ist und waehrend er auf Steuerzahlerskosten stolz mit dem BMW rumkutschiert seine Frau mit der Schwiegermutter womoeglich mit dem Feuerwehrwagen zum Einkauf faehrt!!! Wie das genau ist, frag ich den Pendler: http://www.youtube.com/user/00derpendler

Anjin San
00
24.2.2012, 04:17
Kein Recht sich zu beschweren

da kein BMW-Fahrer. Oder hat er die 35% von der Feuerwahr bekommen.

EINSZWO
00
24.2.2012, 00:19
der rabatt

ist zu versteuern! Ist ja ein geldwerter Vorteil.
(beruflich bedingt). Wie Bonusmeilen etc.
Zumindest ist das in GER so.
Es wulfflt wieder kräftig.

Politfrust
02
23.2.2012, 23:35

Für mich ein Sozialschmarozer jemand, der im großen Stil Steuern hinterzieht (und damit das Gemeinwohl/die Gesellschaft schädigt) oder/und der am Futtertrog den Schlund nicht vollkriegt und damit Geld und Mittel verpraßt, das eigentlich für das Gemeinwohl bzw. für die Allgemeinheit vorgesehen wäre.

Kampfposter
01
23.2.2012, 22:02
Unsauber, ungeschickt, dümmlich!

roter mob
15
23.2.2012, 21:25
regt mich wirklich auf

"kein Verstoß gegen Gesetze oder Vorschriften"

scham oder moral muss man ja nicht haben. solangs nicht im gesetzbuch steht ist es richtig. und selbst dann ists noch kein problem, solange man sich nicht erwischen lässt.

roter mob
01
23.2.2012, 21:23
manche postings hier sind wirklich beschämend

und illustrieren gleichzeitig sehr gut, warum bei uns grasser, meischberger, hochegger und co noch immer frei herumlaufen.

weil unrechtsbewusstsein, wie es etwa in deutschland existiert, wie man es zum beispiel, wenn man eine öffentliche position zu seinem vorteil ausnützt, empfinden sollte, bei vielen österreichern unbekannt ist.

roter mob
01
23.2.2012, 21:10
in gutem glauben gehandelt

genauso wie meischberger, hochegger, grasser und co.

wenn ich in dieser art von gutem glauben handle setzt mich meine firma morgen vor die türe.

aber als beamter kann mans ja machen...

Kampfsoletti
00
23.2.2012, 22:00
Jetzt verhamlosen sie aber Grasser, Meischberger & Co!!!

Just N. Opinion
04
23.2.2012, 20:18
Er glaubt also, uns weiterhin am Schmäh halten zu können.

"... sich beim privat finanzierten Kauf des BMW einen Behördenrabatt von 48 Prozent 'erschlichen' zu haben, indem er das Auto auf das Landesfeuerwehrkommando als Dienstwagen anmeldete."

Hallo? Ich kauf mir privat ein Auto und melde es als Dienstwagen auf meinen Arbeitgeber an? "In gutem Glauben und bester Absicht"?

"... die Höhe des Rabatts stets bestritten worden, es habe sich um einen Nachlass von 35 Prozent gehandelt."

Hallo? 35 Prozent Nachlass auf einen neuen BMW?

Wenn das Auto der Feuerwehr gehört - nur dann müsste es jetzt ("in naher Zukunft") "privatisiert" werden -, dann fragt sich, wieso Buchta es bezahlt und "schon bisher alle entstandenen Kosten für das Fahrzeug getragen" hat.

Ich glaube, alle Beteiligten lügen weiterhin.

OGHaha
05
23.2.2012, 20:11
6000.- Euro "Aufwandsentschädigung" pro Monat !

Kann mir bitte ein Insider diesen "Aufwand" aufschlüsseln?

r41|\|3r
01
24.2.2012, 08:23

zB das privat finanzierte dienstauto

Kampfsoletti
20
23.2.2012, 20:09
Ich verstehe die Aufregung nicht ganz.

Ein Funktionär hat ein Schlupfloch ausgenutzt - gut ist nicht schön aber Schaden ist dadurch niemanden entstanden. Ich gehe davon aus das es eine Vereinbarung zwischen den Landesverband und Herrn Buchta gegeben hat welche auch einen Vorteil für den Landesverband hatte. Das ganze schaut unschön aus aber passiert ist nichts.

roter mob
01
23.2.2012, 21:15
es ist ganz einfach

ich arbeite für eine grosse firma und bekomme dadurch auf dienstreisen bei hotels, autovermietungen und fluggesellschaften gute rabatte. dies sind allerdings nicht meine rabatte, da ja nicht ich ihnen den umsatz beschere, der diese niedrigen preise rechtfertigt.

daher ist es für mich ausser frage, dass ich selbstverständlich für privatresien davon keinen gebrauch mache. abgesehen davon wäre dies ein kündigungsgrund. schaden täte es jedoch auch niemandem.

dass die das so ohne weiters unbedenklich finden, ist genau das problem bei vielen österreichern. alles was nicht explizit verboten ist, wird bei uns gemacht. moral ist ein fremdwort!

halvar van flake
00
24.2.2012, 00:53
meine firma erlaubt das.

dh. ich kann auch privat zu firmenkonditionen einchecken. oder ein auto mieten...

Kampfsoletti
00
23.2.2012, 22:03
Und wenn Ihre Firma ihnen erlaubt Rabatte zu nutzen

wenn sie die Rechnung selbst bezahlen?
Dann nutzen sie dies auch nicht?

Top Quark
00
23.2.2012, 23:47
Sie verstehen´s einfach nicht!

Rabatte gibt´s nur für die Firma. Sind Sie Selbstzahler, sind Sie ja privat unterwegs.

Kampfsoletti
00
24.2.2012, 09:50
Das ist natürlich etwas anderes -

es gibt aber auch Rabatte welche man als Mitarbeiter einer Firma bekommt. Ich kenne nicht alle Fakten von dem Fall, aber für mich schaut dies so aus als ob die Firma (in diesem Fall der Landesverband) ihren Rabatt an einem Mitarbeite weitergegeben hat. Dies macht der Arbeitgeber nicht ohne einen Vorteil zu haben, und sei es nur einen Mitarbeiter an das Unternehmen kostenlos zu binden.

Das fünfte Element
00
23.2.2012, 21:03

der landesverband hatte vorher bei genau dem händler 20 nette dienstautos für seine bezirkskommandanten bestellt. auch wenn kein unmittelbarer sshaden entstanden ist erscheint das ganz in dem zusammenhang doch merkwürdig, und vom vorgang her (anmelden des privatautos auf den namen des verbandes) zumindest stark fragwürdig, bei letzterem frag ich mich durch welches regulierung das gedeckt ist

Kampfsoletti
00
23.2.2012, 22:07
Ja das ist ein Gute Frage.

Warum Notärzte mit X5 und Co herum fahren ist mir auch nicht bekannt. Sehr unschöne Optik. Bei solchen Beschaffungen muss man schon genau hinschauen.

OGHaha
03
23.2.2012, 20:20
Der Schaden ist:

Wieso benötigt ein gemeinnütziger Verein, finanziert vom Steuerzahler/Versicherungsnehmern/Spenden für die "Häuptlinge" solche Mega Luxusfahrzeuge?

Muss der überhaupt so viel herumfahren, der Gschaftlhuber ist doch gar nicht dauernd vor Ort notwendig?

Das sollten sich die "Indianer", die vor Ort die Drecksarbeit machen, auch mal überlegen.

Kampfsoletti
00
23.2.2012, 20:48
Habe ich anders herausgelesen.

Ich lese heraus: Finanziert wurde das Fahrzeug vom Häuptling selbst.

Ob ein fetter BMW sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt.

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